Lkw fällt auf A8 Richtung München um - Totalsperre - Riesenstau im Berufsverkehr

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Den Erfolg hart erarbeitet

- VON CHRISTIAN HEINRICH Grainau - Amerika war natürlich ein Traum. Dass die acht Tage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten für Hannes Oberpriller obendrein noch mit dem Weltmeistertitel im Luntenschlossgewehr gekrönt wurden, war mehr, als der Grainauer Sportschütze erwartet hatte. "Das ist sehr erfreulich", strahlte der Champion, der einen Tag nach dem großen Bahnhof in seinem Heimatort noch immer recht aufgedreht wirkte.<BR>

<P>Der Jubel über seine Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb der Disziplin Nagashino und über Einzel-Silber mit dem Steinschlossgewehr ist berechtigt. Vor zwei Jahren war Oberpriller schon einmal bei einer WM für Ordonnanzwaffen auf dem obersten Treppchen gestanden, als er in seiner Paradedisziplin Vetterli gewonnen hatte und mit dem Team Zweiter geworden war. Doch in diesem Jahr musste der Grainauer hart arbeiten, um überhaupt die Qualifikation für Batesville zu schaffen. "Die amerikanische Küche ist stark gewöhnungsbedürftig". Hannes Oberpriller 160 deutsche Schützen kämpften im Mai in Pforzheim um die begehrten Fahrkarten für die USA. "Ich war nervös ohne Ende", räumt Oberpriller ein. In der Disziplin Vetterli, wo er vor zwei Jahren den Titel holte, schaffte er es nicht, sich für die Mannschaft zu qualifizieren, und auch sonst musste er mächtig schwitzen. "Die Nerven waren blank gelegen". Am Ende überstand er als Vierzehnter von 15 Auserwählten die Ausscheidung erfolgreich.<P>Mit dem Ticket für Amerika hatte sich Oberpriller einige Probleme eingehandelt, wie sich am Ort des Geschehens herausstellen sollte. Zwar waren die Leute im Bundesstaat Indiana "ganz nett", doch das Wetter war weniger freundlich und machte dem Grainauer zu schaffen. Der litt unter der "sehr hohen Luftfeuchtigkeit" und unter dem Wind, der während der Wettkämpfe das Pulver von den Pfannen der Flinten wehte. Dazu kam die amerikanische Küche. "Gewöhnungsbedürftig", urteilt Oberpriller, "Geschmacksnerven musste man schon gute haben". So süß wie in den USA wird sonst wohl nirgendwo auf der Welt gekocht.<P>Immerhin war Oberpriller noch so weit bei Kräften, dass er in den Wettkämpfen ordentlich vom Leder zog. Seine 92 Ringe mit dem Migulet bedeuteten persönlichen Rekord und wurden mit Silber honoriert. Und beim Mannschafts-Gold mit dem Nagashino erreichte er mit 96 Zählern eine Ringzahl, die er in seiner langen Karriere als Schütze bisher erst einmal übertroffen hatte. Dass er dann mit dem Vetterli Neunter wurde, störte nicht weiter. Oberpriller hat andere Disziplinen für sich entdeckt, wo ihm in der Zukunft noch unbegrenzte Möglichkeiten in Aussicht stehen.<P>

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