500 000 Euro für neue Synagoge

- Holocaust-Überlebender Moksel spendet für Jüdisches Zentrum

Der Fleisch-Unternehmer Alexander Moksel, 86, hat eine halbe Million Euro für den Bau des neuen Jüdischen Zentrums in München gespendet. Die Israelitische Kultusgemeinde sprach von "einem wichtigen Zeichen" und "großen Schritt, um die noch benötigten zehn Millionen Euro aufzubringen".

Das Kuratorium zur Förderung des Zentrums erklärte, der immer schon großzügige Moksel wolle mit seiner ersten öffentlichen Spende eine breite Öffentlichkeit für das Jüdische Zentrum am Jakobsplatz gewinnen.

Der im polnischen Plodz geborene Unternehmer hat seine gesamte Familie im Holocaust verloren. Im Winter 1940/41 wurde Alexander Moksel aufgrund seines jüdischen Glaubens in das Lager Raizisko deportiert, um in einer Munitionsfabrik zu arbeiten. Seit diesem Moment fehlt jede Spur von seinen Angehörigen. Sie tauchten in keiner Deportationsliste und keinem Lagerappell auf.

Alexander Moksel selbst konnte Anfang 1944 dem sicheren Tod durch Flucht aus dem Lager entkommen. Bis zu seiner Rettung durch die Rote Armee lebte er bei Partisanen im Wald. Seit Kriegsende versucht er, die Umstände der Ermordung seiner Familie aufzuklären.

Als er von der Existenz der Grundsteinbüchse der zerstörten Münchner Hauptsynagoge (wir berichteten) erfahren habe, war dies "das entscheidende Zeichen für mich", sagte Moksel. "Meine Familie ist ermordet worden, ohne eine Spur zu hinterlassen. Ich möchte mithelfen, der Grundsteinbüchse am St. Jakobs-Platz eine bleibende Zukunft zu schaffen."

Die Grundsteinlegung für das derzeit größte jüdische Projekt findet am 9. November statt.sh

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