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335 000 Euro teures Auto zu Schrott gefahren

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- VON KLAUS GREIF Germering - Diese Nacht wird ein 46-jähriger Germeringer Autofahrer nicht so schnell vergessen: Er fuhr betrunken (2,0 Promille) am Donnerstag kurz nach Mitternacht auf der Spange auf ein Auto auf. An sich nichts Ungewöhnliches. Allerdings war der vor ihm fahrende Wagen, den er demolierte, ein Eigenbau-Prototyp eines Olchinger Ingenieurs. Den Wert gab er mit 335 000 Euro an. Der Germeringer wird wegen seiner Promillezahl von seiner Versicherung wohl zum Regress gezogen werden, glaubt Germerings Polizeichef Klaus Frank.

Kurz nach Mitternacht ereignete sich auf der Spange in Höhe der Unterführung Landsberger Straße der auf den ersten Blick gewöhnliche Auffahrunfall: Der 37-jährige Olchinger Ingenieur fuhr mit seinem Fahrzeug auf der Spange in Richtung Puchheim. An der Unterführung musste er verkehrsbedingt bei Rot anhalten.

Dies übersah der nachfolgende 46-jähriger Germeringer Ford-Fahrer. Nach Zeugenaussagen fuhr er ungebremst in das Heck des stehenden Wagens. Der Olchinger und sein 54-jähriger Beifahrer erlitten wie der Unfallverursacher leichte Verletzungen.

Die Ursache für den Auffahrunfall erkannte die Streifenbesatzung recht schnell: Eine deutliche Alkoholfahne war bei dem Germeringer zu vernehmen. Ein Alkotest ergab denn auch den respektablen Wert von 2,0 Promille.

Nach Auskunft von Polizeichef Klaus Frank hat der Olchinger Ingenieur auf die Kollegen, die den Unfall aufnahmen, einen gefassten Eindruck gemacht. Er habe nur gesagt: "Bitte, nehmen Sie den Unfall ordnungsgemäß auf." Der Wert des Fahrzeugs betrage nämlich 335 000 Euro. Es handelt sich Frank zufolge um ein Auto der Kategorie Ferrari oder Lamborghini. Der angegebene Wert sei durchaus nachvollziehbar.

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