Fall Zimmermann: Fragliche Spende

- Die Ungereimtheiten in der Bogenhausener CSU-Spendenaffäre um den Landtagsabgeordneten Thomas Zimmermann nehmen kein Ende. Aufklärung ist auch jetzt noch nicht in Sicht.

<P>Zu den Rätseln des Falles zählt auch eine angebliche 3000 Mark-Spende aus dem Jahr 1994 (wir berichteten). Dazu gibt es einen Quittungsabschnitt, der im Spenden-Block bleibt und der Kontrolle dient, während die Quittung selbst abgetrennt und an den Geldgeber ausgereicht wird.</P><P>Die Quittung ist bisher nirgends aufgetaucht. Dafür habe sich die angebliche Spenderin (laut Kontrollabschnitt) gefunden. Wie das Nachrichten-Magazin Focus jetzt meldet, habe sie erklärt, weder eine Spende gegeben noch eine Quittung dafür erhalten zu haben.</P><P>Schon vorab hatte Thomas Zimmermann gesagt, es gebe diese 3000-Mark-Spende gar nicht. Wie es zu dem Kontrollvermerk kam, ist damit noch immer ungeklärt. Dies gilt auch für den Verbleib von 46 Spendenformularen, die beim CSU-Kreisverband Bogenhausen, deren Vorsitzender Zimmermann ist, nicht mehr zu finden sind. Der Umgang mit den Spenden-Unterlagen ist in der Partei nur dem Vorsitzenden und dem Schatzmeister erlaubt.</P><P>Der CSU-Landesvorstand hat bereits die Stimmkreisdelegierten und die örtlichen Gremien der Partei aufgefordert, "Konsequenzen" zu ziehen. Mit Spannung wird deshalb die auf Januar verschobene Aufstellungsversammlung für den Stimmkreis Bogenhausen erwartet, bei der Zimmermann erneut antreten will. Er wird sich aber - bei der CSU ziemlich ungewöhnlich _ mit Gegenkandidaten auseinandersetzen müssen.ege</P><P><BR> </P>

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