Der Vorstand der Perchalla (v.l.): Beisitzerin Angelika Effenberger, Jugendreferent Andreas Ferzandi, Schatzmeisterin Heidi Lehmann, 1. Präsident Andreas Denk, Schriftführerin Birgit Lindner und 2. Präsident Florian Krapfenbauer.
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Der Vorstand der Perchalla (v.l.): Beisitzerin Angelika Effenberger, Jugendreferent Andreas Ferzandi, Schatzmeisterin Heidi Lehmann, 1. Präsident Andreas Denk, Schriftführerin Birgit Lindner und 2. Präsident Florian Krapfenbauer.

Trotz Corona: Perchalla blickt zuversichtlich nach vorn

„Wir lassen Fasching nicht ausfallen“

Starnberg – Die wichtigste Nachricht kam kurz vor Schluss. „Wir lassen den Fasching in Starnberg nicht ausfallen“, sagte Andreas Denk. Der Präsident der Starnberger Faschingsgesellschaft Perchalla machte bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend aber auch deutlich, dass die kommende Saison eine ganze spezielle wird. Besonders Veranstaltungen im Innenbereich werden aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie kaum möglich sein. „Dann müssen wir die Leute halt auf der Straße begeistern“, verkündete Denk.

Ihr Talent dafür zeigten die Faschingsspezialisten bereits im vergangenen Jahr. Aufgrund eines Ausfalls einer Veranstaltung hatten die Narren am Faschingsdienstag stattdessen die Starnberger Innenstadt unsicher gemacht. „Ich bin mir sicher, dass wir trotz allem viele schöne Momente erleben werden“, sagte Denk jetzt. Immerhin trainieren die Garden längst wieder. „Wir dürfen wieder in die Turnhalle, das macht es deutlich leichter“, freute er sich.

Es gibt aber auch den einen oder anderen sauren Apfel, in den die Mitglieder beißen müssen. So wird es in dieser Saison keine Prinzenpaare geben. Zudem sind so gut wie keine Einnahmen durch Veranstaltungen zu erwarten. „Wir sind aber für alles gerüstet“, stellte Denk klar. Dass für die Perchalla der Spaß nicht über alles geht, zeigte sich auch bei der Abstimmung über die von ihnen ausgerichteten Flohmärkte. Obwohl diese wieder möglich wären, entschieden sich die 26 Anwesenden fast einstimmig dagegen. „Die Gesundheit geht vor“, lautete das einhellige Motto.

In der vergangenen Saison hatte der Verein mit solchen Problemen noch nicht zu kämpfen. Zwar waren bereits im Januar die ersten Covid-19-Fälle im Landkreis aufgetreten, auf die Veranstaltungen hatte dies kaum einen Einfluss. „Es sind zwar weniger Leute gekommen, dafür haben diese mehr verzehrt“, berichtete Schatzmeisterin Heidi Lehmann. Nur das gewohnte Abschlussfest mit der Verleihung der Orden musste ausfallen. „Das werden wir aber beim Sommerfest im September nachholen“, verkündete Denk.

Unzufriedenheit gab es bei manchen Mitgliedern nur über die aus deren Sicht nicht genügende Anzahl der Auftritte. „Wir lassen uns aber nicht unter Wert verkaufen“, stellte Denk klar. „Es kommt immer häufiger vor, dass die Antrittsgage einfach zu gering ist, um unsere Kosten zu decken“, erläuterte Ehrenpräsident Robert Weiß, der später als Wahlleiter fungierte. Trotz der einen oder anderen Gegenstimme wurden Denk als 1. Präsident, der 2. Präsident Florian Krapfenbauer, Jugendreferent Andreas Ferzandi, Schatzmeisterin Lehmann und Schriftführerin Birgit Lindner mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt. „Es ist zwar ein Riesenaufwand, aber das schöne Miteinander entschädigt für alles“, verkündete Denk. Für 35 Jahre Mitgliedschaft wird heuer Robert Weiß, für 20 Jahre werden Manfred Denk, Anton Lidl, Christian Wiegand, Patricia Wiegand und Sandra Zeil geehrt.

Tobias Huber

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