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Glückliche Gesichter beim FC Pipinsried nach Last-Minute-Sieg.

Bayernliga kompakt

FC Pipinsried weiter ungeschlagen - FC Deisenhofen gewinnt Verfolgerduell

Am vorletzten Hinrunden-Spieltag war das Aufsteiger-Duell zugleich die attraktivste Partie der Bayernliga Süd: Der FC Deisenhofen bezwang dabei den TSV Wasserburg auf eigenem Platz mit 2:1.

München – Und dies ohne den „Chef“, denn der isländische Trainer Hannes Sigurdsson weilte auf einem Lehrgang in Kopenhagen. Aber sein Assistent Thomas Werth hatte die Mannschaft glänzend eingestellt. „70 Minuten waren in unseren Händen, 20 Minuten lang war dann Wasserburg besser und es wurde noch einmal ziemlich eng für uns“, meinte Franz Perneker, der langjährige Manager des FC Deisenhofen. Nachdem Leon Müller-Wiesen die Gastgeber per Elfmeter in Führung gebracht hatte (7.), unterlief dem Wasserburger Torhüter Dominik Zmugg ein Eigentor (50.), der Tabellenzweite konnte nur noch durch Robin Ungerath verkürzen (75.). „In der Schlussphase kam viel Hektik auf, Wasserburg hat eine starke Mannschaft, aber insgesamt geht unser Sieg schon in Ordnung“, so das Fazit den FCD-Managers.

Der FC Pipinsried hingegen verteidigte mit einem 4:3-„Last-Minute-Sieg“ gegen den SV Donaustauf die souveräne Tabellenführung. Pablo Pigls 1:0 (1.) und Marcel-Pascal Ebelings 2:1 (7.) konnten die Gäste jeweils beantworten (6., 34.), nach dem Wiederanpfiff ging der Aufsteiger dann sogar in Führung (56.). Amar Cekic (62.) und erneut Pigl, der einen umstrittenen Elfmeter zum Endstand versenkte (89.), aber verhinderten die erste Pipinsrieder Saisonniederlage und sicherten damit den 13. Sieg in Folge.

Der TSV Dachau 65 indes befindet sich in einer Ergebniskrise: Aus den letzten fünf Partien holte das Team von Spielertrainer Fabian Lamotte nur vier Punkte und auch gegen Landsberg musste man sich auf eigenem Platz mit 0:1 geschlagen geben. Nach dem Rückstand (25.) wurde auch noch Felix Breuer des Feldes verwiesen (Gelb-Rot, 53.). In Unterzahl fanden die Dachauer keinen Weg zurück in die Partie.

Nur noch zwei Punkte hinter den Dachauern rangiert der FC Ismaning, bei dem sich ein hauchzarter Aufwärtstrend abzeichnet. Mit dem 1:1 am Freitagabend beim FC Ingolstadt II blieb Mijo Stijepics Mannschaft nach zuvor drei Niederlagen zum dritten Mal in Serie unbesiegt. Neuzugang Peter Schädler, erst im Oktober aus Salmrohr gekommen, bescherte dem FCI mit dem vierten Tor in seinem dritten Einsatz (51.) noch einen Zähler nach Rückstand (9.). Der 23-jährige Angreifer traf damit bislang in jedem Spiel, sein Trainer befand dennoch, dass „wir sieben bis neun Punkte zu wenig haben“. Er sei jedoch, betonte Stijepic, „zuversichtlich für die Rückrunde“.

Schlimmer kann es auch für denSV Pullach in der Rückrunde nicht werden. Nur einen Punkt verbuchte die Mannschaft von Spielertrainer Alexander Benede in den letzten zehn Spielen, am Samstag geriet sie in Kottern trotz Max Zanders zwischenzeitlichem Ausgleichstreffer (18.) mit 1:4 unter die Räder. Mit bereits 45 Gegentoren präsentiert sich der SVP in dieser Spielzeit bislang nicht ligatauglich.

Im Gegensatz zum TSV 1860 München II, der mit dem gestrigen 3:2-Heimerfolg über Jahn Regensburg II den zweiten Sieg in Folge feierte. Nach einer 3:0-Halbzeitführung durch Kristian Böhnlein (24.), Marco Raimondo-Metzger (27.) und Tomislav Kraljevic (40.) mussten Frank Schmöllers Junglöwen nach dem Wiederanpfiff zwar noch einmal zittern, die Gäste aber konnten nur noch zum Endstand verkürzen (65., 75.).  kik/mh

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