Spitzenkönner seines Faches: Stefan Brummer.
+
Spitzenkönner seines Faches: Stefan Brummer.

SPORTLER DES JAHRES - Titelsammler Stefan Brummer hat sich voll und ganz dem Taekwondo verschrieben

Fester und wichtiger Bestandteil des eigenen Lebens

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
    schließen

Stefan Brummer vom TKD Rudelzhausen hat bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2020 Rang zwei belegt.

Rudelzhausen – Er hat Titel gesammelt wie andere Briefmarken. Und 2020 hätte er bei den Weltmeisterschaften in Taiwan wieder gute Aussichten gehabt: Stefan Brummer (33), Taekwondo-Könner vom TKD Rudelzhausen. Doch Corona und die dadurch bedingte Absage der WM haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der zweite Platz bei der Wahl des Freisinger Tagblatts zum Sportler des Jahres 2020 mag da ein Trostpflaster sein. 327 Stimmen konnte Brummer auf sich vereinen.

Taekwondo ist für ihn ein fester und wichtiger Bestandteil seines Lebens. Zahlreiche erste Plätze bei Deutschen Meisterschaften und Ranglistenturnieren, von Bayerischen Meistertiteln gar nicht zu reden, sprechen eine deutliche Sprache. 2018 scheiterte er mit seiner Partnerin Bärbel Reiner im Paarwettbewerb denkbar knapp im Viertelfinale.

Auf Kraft und Dynamik kommt es beim Taekwondo an, beim Paar-Wettbewerb außerdem auch auf Synchronität. Seit gut einem Jahr sind Brummer allerdings die Hände gebunden: Vereinssport ist komplett auf Eis gelegt, Ausnahmen gibt es für Sportler aus dem Bundeskader, die mit dem Training weitermachen können – gewisse Hygienevorschriften vorausgesetzt. Dass ihm die WM 2020 entgangen ist, bedauert Brummer sehr: „Die Teilnahme an der der WM 2020 wäre eine riesige Chance für mich gewesen“, hat er dem FT erzählt. Denn: „Mein Trainings- und Leistungsstand war Anfang vergangenen Jahres besser denn je. Ich wurde in gleich zwei Kategorien für die deutsche Nationalmannschaft nominiert.“

Doch Brummer ist Optimist und blickt in die Zukunft: Im Jahr 2022 findet die nächste Weltmeisterschaft in Korea statt, vielleicht bietet sich ihm dann nochmals die Möglichkeit, nominiert zu werden.

Wie hält sich ein Leistungssportler wie Brummer fit? Der Großteil des Trainings spielte sich in den Zeiten des völligen Lockdowns in den eigenen vier Wänden ab: Stretching, das Einüben von einzelnen Sequenzen waren hier Hauptbestandteil. Seit Ende 2020 haben der Landes- und auch der Bundeskader Training im Online-Format eingeführt. Inzwischen, so erzählt der erfolgreiche Taekwondo-Sportler, habe sich die Durchführung von digitalen Online-Meisterschaften etabliert. Zwar gebe es Termine für Präsenzturniere in der zweiten Jahreshälfte, sollten diese nicht durchgeführt werden dürfen, werden auch sie digital ausgetragen.

Die Motivation von Stefan Brummer leidet darunter nicht, wie er betont. Eine kurze Pause habe auch mal gut getan, gesteht er. Und das Training wieder aufzunehmen – so ganz ohne Ziel – sei ihm dann tatsächlich auch etwas schwer gefallen. Die digitalen Turniere seien wieder ein kleiner Anreiz, nochmal etwas aktiver zu werden. Leider fehle da das echte Turnier-Feeling – die Zuschauer, die erhöhte Anspannung sowie auch das Erbringen seiner Leistung in dem jeweiligen Moment. Und deshalb: „Ich hoffe sehr auf einen baldigen Start und die Wiederaufnahme des Trainings, das so wichtig für die Sportler ist. Denn der Taekwondo-Sport ist ganzheitlich, verletzungsvorbeugend und hält einen fit und aktiv“, weiß Brummer. Der zweite Platz bei der FT-Sportlerwahl ist da sicherlich auch ein Motivationsschub.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare