Fred Vatter zur letzten Ruhe gebettet

- Schongau/Garmisch -Gestern nachmittag wurde "Strumpf-König" Fred Vatter auf dem Garmischer Friedhof von seiner Familie sowie zahlreichen Freunden und ehemaligen Geschäftspartnern aus Altenstadt und Garmisch-Partenkirchen zur seiner letzten Ruhestätte geleitet.

Schon beim von Peter Priller aus Bad Tölz zelebrierten Trauergottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin war der Gründer der weltweit erfolgreichen Strumpffirma "Bellinda" noch einmal für sein Lebenswerk gerühmt worden. Er war ein Mann der ersten Stunde. "Solch phantasievolle Menschen hat die Welt damals gebraucht und braucht sie immer wieder" sagte der Altkatholische Kurat in seiner Trauerrede.

Altenstadt±s Bürgermeister Albert Hadersbeck erinnerte daran, dass Fred Vatter nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nicht lange zögerte, um in seiner neuen Heimat die Feinstrumpfmanufaktur "Josef Vatter Nachfolger" zu begründen. Ihm sei gelungen, das Kleinstunternehmen kontinuierlich zu einem Marktführer auszubauen.

Neuer Anfang

Fred Vatter habe damit nicht nur sich selbst eine Existenz geschaffen, sondern vielen Menschen in einer schwierigen Zeit zu einem neuen Anfang verholfen. Der im Sudetenland geborene Geschäftsmann wurde dafür 1970 von Altbürgermeister Georg Thoma mit dem Goldenen Ehrenring der Gemeinde ausgezeichnet. Gestern legten Hadersbeck und Thoma im Gedenken an den großen Bürger ihrer Gemeinde am Grab einen Kranz nieder. 1982 zog sich Vatter aus dem Geschäftsleben zurück und genoss von da an mit Ehefrau Gudrun im Garmischer Haus seine zweite große Leidenschaft, die klassische Musik.

Auch interessant

Kommentare