Friedrich Karl Thauers farbige Ausdrucksweise

- Anerkannter Künstler ist 80 Jahre

Kinsau - Er ist ein Mann der großen weiten Welt, aber er hat sein geliebtes Zuhause in Oberbayern; abwechselnd in Gräfelfing und am Lechrain im malerischen Kinsau, wo er immer wieder auftankt: Dies trifft auf Friedrich Karl Thauer zu, der kürzlich den 80. Geburtstag begehen konnte. Einer der bewegenden Momente seines erfüllten Künstlerlebens war, dass ihm 1975 anlässlich der jährlichen Kunstausstellung in Pazzon di Caprino Veronese die Goldmedaille "La stella d` oro" verliehen wurde. Allemal eine außerordentliche Auszeichnung für einen deutschen Künstler.

Arbeiten von Friedrich Karl Thauer sind in vielen bedeutenden internationalen Sammlungen zu finden. Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft, Kirche und Politik nennen Werke des Künstlers ihr Eigen. Durch viele Studienreisen in Europa, Kanada, in den Vereinigten Staaten, auf den Azoren, in Nordafrika und auf Malta fand Thauer seine eigene intensive farbige Ausdrucksweise und festgefügte Form, wie ein Kunstverständiger beschreibt.

Thauer entstammt einer traditionsreichen Malerfamilie. Sein Vater war Meisterschüler unter Professor Roth. Der Sohn studierte unter anderem bei dem Maler und Restaurator Haggenmiller sowie bei Professor Motz in München. Durch Oskar Kokoschka, bei dem er in Österreich an der internationalen Akademie studierte, erhielt er entscheidende Beeinflussung auch in figürlichen Darstellungen.

In der Schweiz und in Italien

Friedrich Karl Thauer stellte bereits mit 21 Jahren zusammen mit Gabriele Münter und anderen aus dem Kandinskykreis in Murnau aus. Gabriele Münter erkannte in Thauer eine geniale Begabung, Kunstkritiker Dr. Eichner beschrieb Thauers Gemälde "Seestück für den Salon". Der Münchner und Wahl-Kinsauer beteiligte sich an Ausstellungen in der Schweiz, wo er in Zürich in der Galerie "Am Pfauen" großen Erfolg hatte, aber auch in Italien, des Weiteren selbst in Hamburg und New York.

Der Wunsch des Jubilars, der 1988 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt worden war, lautet, zusammen mit seiner Frau Elisabeth gesund zu bleiben und weiterhin kreativ tätig sein zu können.jj

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