Grüne: Deutsch auf Schulhöfen durchsetzen

- Die Rathaus-Grünen zeigen sich angetan von der Idee, Deutsch als Umgangssprache auf dem Schulhof durchzusetzen - freilich auf freiwilliger Basis. Die Fraktion fordert in einem gestern eingebrachten Antrag sogar, das Schulreferat solle ein Konzept erstellen, wie an Münchens Schulen entsprechende Vereinbarungen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern getroffen werden könnten. Im Schulreferat erntet das Ansinnen Skepsis: "Wir sehen keine Notwendigkeit für ein Konzept", so Sprecherin Eva-Maria Volland.<BR>

Die Debatte um eine Deutschpflicht an Schulen hat damit auch die Münchner Politik erreicht. Hatten Grünen-Politiker zunächst empört auf eine entsprechende Vereinbarung an einer Berliner Schule reagiert, zeigen sich die Münchner Parteikollegen nun aufgeschlossen. Auslöser sind positive Erfahrungen in der Grundschule an der Hanselmann-Straße, wo es eine vergleichbare Übereinkunft gibt. "Die Erfahrungen zeigen, dass sich die Deutschkenntnisse der Schüler verbessern, ohne dass sich jemand diskriminiert fühlt", so Sabine Krieger, schulpolitische Sprecherin. Strafen bei Missachtung seien aber "fehl am Platz".<P>Volland verweist darauf, dass derartige Vereinbarungen an den einzelnen Schulen getroffen werden müssten. Eine Steuerung von oben sei also nicht nötig. Die CSU möchte wissen, welche Maßnahmen das Referat zur Verbesserung der Integration beabsichtige. Volland verweist auf bestehende Angebote zur Sprachförderung. Ziel an den städtischen Schule sei "Kommunikation auf Augenhöhe" zwischen Kindern aus verschiedenen Kulturen.wek<P>

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