Grünes Licht für Fachmärkte in Anzing-Nord

- Anzing - Das Mammutvorhaben der Projektentwicklungsgesellschaft Anzing, RSK, auf einem gut 13 000 Quadratmeter großen Areal zwischen dem Lidl-Großlager und der Staatsstraße 2081 ist genehmigungsfähig. Zu dieser Erkenntnis kam am Dienstag der Anzinger Gemeinderat. Bei einer Gegenstimme (von Grünen-Gemeinderat Reinhard Oellerer) gab das Plenum damit grünes Licht für den Bauvorbescheid.<BR>

Wie berichtet, will die RSK am Ortseingang mehrere Fachgeschäfte wie Biomarkt oder Reformhaus errichten. Dazu sollen ein Backshop und Café, eine Pit-Stop-Autowerkstatt, ein Autoglaserbetrieb, eine Tankstelle mit Waschstraße, ein Sonnenstudio, ein Friseurgeschäft, ein Wellness-Geschäft, ein Burger-King-Restaurant sowie ein Hotel mit Tagungsräumen kommen. All diese Geschäfte sind baurechtlich zulässig. Auf Drängen des Hauptausschusses hatte die RSK zuletzt die Pläne nochmals Sorgen über Lärmbelästigung modifiziert und eine Diskothek bzw. Spielothek aus den ursprünglichen Planungen gestrichen.

Im Rat wollte man lediglich sichergestellt wissen, dass es in puncto Lärmbelästigungen keine Probleme mit den umliegenden Betrieben geben wird. Außerdem sollen schon die Zufahrten so angelegt werden, dass ein Befahren mit großen Lkw nicht möglich werden wird. Lediglich den Anlieferverkehr wolle man dort dulden. Allgemein geht offenbar im Rat die Sorge um, dass das künftige kleine Geschäftszentrum vor den Toren Anzings eine verkappte Autobahnraststätte werden könnte, auf der Lkw-Fahrer mit ihren Trucks übernachten.

Nicht einmal der Begriff Einkaufszentrum, so geht aus den jüngsten Sitzungsprotokollen hervor, wird in diesem Zusammenhang als korrekt angesehen. Die geplanten Fachmärkte seien planungsrechtlich nicht als Einkaufszentrum anzusehen, da sie lediglich eine Ansammlung von wenigen Läden darstellten, die jeweils separate Eingangsbereiche aufwiesen, heißt es.

Mit Blick auf das Lidl-Großlager machte sich insbesondere Oellerer Sorgen um das äußere Erscheinungsbild. Das Lidl-Lager, Nur eine Gegenstimme so der Grünen-Mandatsträger, sei viel höher aus der Erde geschossen, als man sich das im Gemeinderat seinerzeit vorgestellt habe, auch wenn alle Höhenbegrenzungen eingehalten worden seien.

Zweiter Bürgermeister Franz Finauer, der für den erkrankten Richard Hollerith die Sitzung leitete, verwies auf die Firsthöhenbeschränkung von 10,5 Meter. Damit würden drei Vollgeschosse maximal ermöglicht. Mehr habe auch die RSK nicht beantragt. Grundflächen- und Geschossflächenzahlen würden auch nicht ausgereizt.

Bernhard Haimmerer (CSU) richtete sein Augenmerk auf den Burger-King-Betrieb, musste sich dann aber erklären lassen, dass ein 24-Stunden-Betrieb dort nicht zu unterbinden sei. Parteikollege Kaspar Kandler appellierte daran, mit dem Betreiber eine Regelung zu finden wie bei Mc Donald`s in Kirchseeon, was die Reinhaltung der unmittelbaren Umgebung von Papier und Pappe angeht.

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