Gürtel um ein Loch enger schnallen

- Iffeldorf - Auch die Gemeinde Iffeldorf bekommt langsam aber sicher die Auswirkungen der Wirtschaftsflaute in der Bundesrepublik zu spüren. Wie sich bei der Verabschiedung des Haushaltsplans 2004 zeigte, muss der Gürtel aber bislang nur um ein Loch enger geschnallt werden. Für die Investitionen ist ein Griff in die Rücklagen erforderlich. Sie sinken von 4,4 auf 3,175 Millionen Euro. Die Gemeinde bleibt schuldenfrei. Der Haushalt wurde einstimmig abgesegnet.<BR>

"Die Platte der Klagelieder der öffentlichen Haushalte von Bund und Ländern klingt immer lauter", sagte Bürgermeister Albert Strauß am Mittwochabend. Einige Gemeinden würden sich sogar weigern, den Solidaritätsbeitrag zu zahlen, weil sie dafür Kredite aufnehmen müssten. "Wir sind zwar noch weit davon entfernt, für Iffeldorf so ein Szenario zeichnen zu müssen." Aber auch Iffeldorf müsse mittlerweile von der Substanz leben.<P>So sei die frei verfügbare Investitionsspanne von rund 300 000 Euro (2003) auf 132 300 Euro gesunken. Zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes sind Entnahmen aus dem Vermögen nötig. Am negativsten schlägt die Erhöhung der Kreisumlage sowie der Totalausfall bei den staatlichen Schlüsselzuweisungen zu Buche. Nachdrücklich verwies Strauß darauf, dass Iffeldorf dennoch an den Hebesätzen und Gebühren festhält. Sie sind seit zwölf Jahren unverändert.<P>Zornig zeigte sich Strauß allerdings über das seiner Ansicht nach kontraproduktive Verhalten der Regierung bezüglich der Schulhauserweiterung: Sie verweigert den vorzeitigen Baubeginn, obwohl die Gemeinde bei der Finanzierung in Vorlage gehen würde. 1,2 Millionen Euro sind dafür im Haushalt 2004 reserviert. "Überall wird gefordert, die Konjunktur zu beleben. Wir stehen Gewehr bei Fuß und werden blockiert", so Strauß.zek<P>

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