Ich habe mich gleich wohl gefühlt

- Stefan Frank ist der neue Organist im Kostbaren Blut

Vaterstetten - Stefan Frank heißt der neue Kirchenmusiker der Vaterstettener Pfarrei zum Kostbaren Blut, der Anfang Dezember die Nachfolge von Markus Landerer angetreten hat. Morgen, Sonntag, ist er in der Orgelstunde auf Bayern 4 zu hören.

1974 im niederbayerischen Straubing geboren absolvierte er dort auch sein Abitur am musischen Gymnasium und war währenddessen bereits in München an der Musikhochschule sowie in Regensburg an der Kirchenmusikschule. Nach einem umfassenden Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München legte er das Staatsexamen sowie das künstlerische Diplom im Hauptfach Orgel mit Auszeichnung ab, worauf er in die Meisterklasse von Professor Edgar Krapp aufgenommen wurde.

Stefan Frank gewann verschiedene Auszeichnungen und Preise, darunter einen 1. Preis bei "Jugend musiziert" 1994, den Straubinger Kulturförderpreis 1998, den Münchener Leonhard-und-Ida-Wolf- Gedächtnispreis für Musik sowie den Förderpreis des Felix-Mottl-Wettbewerbs 2000. Dabei blieb ihm noch Zeit, einige CDs parallel dazu aufzunehmen. Eigentlich ist er ursprünglich Organist, ebenso wie seine Frau, aber trotzdem hat er in der vorherigen Pfarrei in Bogenberg auch mit dem Chor gearbeitet. So gesehen ist es für ihn kein Neuland, wenn er in Vaterstetten mit dem Chor arbeitet, auch wenn er die Arbeit in seiner neuen Arbeit als "wesentlich interessanter" bezeichnet.

Im August wird er Vater werden und bis dahin wird er nebenbei in einem Münchner Gymnasium als Musiklehrer tätig sein. Das lässt sich mit dem "Nebenjob" Vaterstetten verbinden, der nur auf wenige Stunden begrenzt sein wird. Trotzdem sind seine Ambitionen alles andere als "Nebenjob". Schließlich ist nach einer Kennenlernphase unter anderem die Spatzenmesse von Mozart geplant sowie die sonntäglichen Messen, die er an der Orgel begleiten wird. Ein Besuch beim Gemeindeoberhaupt Bürgermeister Robert Niedergesäß steht ebenso an wie das Leben in die Gemeinde, auch wenn er in München-Waldperlach wohnen bleiben wird. Er könnte sich durchaus vorstellen, auch einmal Orgeltage zu veranstalten, womit er in der Linie seines Vorgängers mit dessen langer Chornacht bleiben wird. Aber wie so oft im Leben ist es auch eine Frage des Geldes, wie viele seiner Pläne umsetzbar sind. Was ihn am Anfang in Vaterstetten am meisten begeistert hat, ist das Klima in der Pfarrei. "Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt" und er empfindet die Vaterstettener als sehr interessant.

Wer ihn nun einmal als sehr modernen Musiker erleben will, hat dazu am Sonntag, 19. Januar, um 22.05 Uhr,in der Orgelstunde auf B4 Klassik Gelegenheit oder kommt einfach sonntags in die Kirche.Franz Köppl

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