Haftbefehl für Prinz von Sachsen-Coburg

- 61-Jähriger erscheint nicht zum Prozess

Er hat seine Frau durch einen schrecklichen Mord verloren. Finanziell scheint der Vater zweier Kleinkinder mittlerweile am Ende zu sein. Jetzt hat das Amtsgericht München auch noch einen Haftbefehl gegen Ernst Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha erlassen. Der Grund: Der 61-Jährige, der früher einmal Erwin Grill hieß, ist am Dienstag nicht zum seinem Prozess wegen Unterschlagung erschienen.

Richter Helmut Mebs bleibt keine Wahl, denn noch einmal will er eine Hauptverhandlung nicht umsonst ansetzen. Sollte der Prinz dem Gericht noch ein Attest vorlegen, könnte der Richter den Haftbefehl bis zum nächsten Prozess außer Vollzug setzen.

Im April vergangenen Jahres kam Ernst von Sachsen-Coburg und Gotha noch als Zeuge ins Strafjustizzentrum. Damals berichtete er dem Schwurgericht über das Leben seiner Frau Joanna. Deren Kindermädchen hatte die 24-jährige Prinzessin aus Geldgier und Rachsucht mit 30 Messerstichen getötet. Eine schwere Zeit für den Ehemann.

Wenig später schon stand der 61-Jährige als Angeklagter vor der Richterbank. Weil er die Insolvenzverfahren seiner Auktionshäuser "Antiquitätenhaus Viktualienmarkt" und "Aktionshaus Maximilian`s" wissentlich verschleppt hatte, verurteilte ihn das Amtsgericht zu einer 16-monatigen Bewährungsstrafe. Da sagten seine Verteidiger noch über ihren Mandanten: "Er weiß, dass er jetzt eine erhöhte Verantwortung trägt."bl

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