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Hans Schütz führt die Müllinitiativen an

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- Sorgen macht die neue Altholzverordnung

Peiting/Nürnberg - Der Peitinger Hans Schütz ist einer von drei gleichberechtigten Vorsitzenden der bayerischen Müllinitiative "Das bessere Müllkonzept". Auf der Jahresversammlung wurde er in Nürnberg in dieses Amt gewählt.

Laut Vorstandsmitglied Hans Schütz vertritt der Verband zirka 50 Bürgerinitiativen aus ganz Bayern. Sorgen bereitet dem Verband die neue Altholzverordnung. Die Verwertung von schadstoffbelasteten Altholzfraktionen in dafür nicht mit der notwendigen Filtertechnik ausgestatteten sogenannten "Bioheizkraftwerken" oder sonstigen Industriefeuerungsanlagen nehme in besorgniserregender Weise zu. Verschärft werde die Situation noch zusätzlich durch beschleunigte Genehmigungsverfahren ohne ausreichende Information bzw. öffentliche Beteiligung.

Keine Rückschritte in der Abfallpolitik!

"Besonderes Augenmerk will die neue Vorstandschaft auf eine breite Reaktivierung der Initiativen und eine Wiederbelebung des Bundesverbandes ,Das bessere Müllkonzept` legen", so Hans Schütz.

Auf der Jahreshauptversammlung warnte der Dachverband der bayerischen Müllinitiativen "Das bessere Müllkonzept e.V." außerdem eindringlich vor Rückschritten im Bereich der Abfallwirtschaft.

Die Vorstandschaft ergänzen Waltraud Galaske aus Fürth sowie Hannes Hüttinger aus Ansbach. Schriftführerin ist die Augsburgerin Renate Gerstmayr, die Kasse führt Wolfgang Nowak aus Schwandorf. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern Ursula Heidrich aus München und Josef Seemüller aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck dankte die Versammlung mit großem Applaus.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt kommt es nach Aussagen von Waltraud Galaske, Vorstandsmitglied aus Fürth, immer häufiger dazu, dass die in den letzten Jahrzehnten mühsam errungenen Fortschritte in den Bereichen Abfallvermeidung, Abfallverwertung und Abfallentsorgung durch neue Entwicklungen unterlaufen werden. "So ist zu befürchten, dass die ohnehin schon fragwürdige Entsorgung von Verpackungen über den Grünen Punkt durch die Zulassung noch ineffektiverer Systeme wie Landbell oder Interseroh weiter verschlechtert wird", sagte die Fürtherin auf der Versammlung.

Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass immer häufiger Abfallfraktionen keinem ökologisch sinnvollen Recycling sondern der thermischen Verwertung in Müllverbrennungsanlagen und industriellen Heizkraftwerken zugeführt werde. sn

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