+
Willkommen im Team: SpVgg-Vorsitzender Erich Neueder (r.) und sein Stellvertreter Reinhold Kunz freuen sich, dass der Vorstand künftig von Heidi Schneider unterstützt wird. 

Heidi Schneider: potenzielle Nachfolgerin des SpVgg Altenerding

Neueder stellt Weichen für die Zukunft

Erich Neueder, Chef der SpVgg, wird nächstes Jahr nicht mehr kandidieren. Doch er hat mit Heidi Schneider bereits Vorsorge getroffen.

Altenerding Sehr kurzweilig verlief die Delegiertenversammlung der SpVgg Altenerding, denn Vorsitzender Erich Neueder hatte zahlreiche Infos für die Mitglieder parat. Für Neueder war es die vorletzte Versammlung als Chef der SpVgg, denn wie bereits angekündigt wird er im nächsten Jahr bei den Neuwahlen nicht mehr kandieren. Jedoch hat er bereits Vorsorge getroffen, dass die SpVgg nach seinem Ausscheiden weiter gut geführt wird.

„Mir ist es gelungen, Heidi Schneider für den geschäftsführenden Vorstand zu gewinnen, und mir ist es wichtig, dass sie bereits jetzt als Beisitzerin aufgenommen wird, sodass uns noch genügend Zeit zur Einarbeitung bleibt“, appellierte Neueder an die Versammlung. Die Delegierten standen dem Vorschlag sehr positiv gegenüber und wählten Schneider einstimmig als neue Beisitzerin.

Vergangenes Jahr ist Neueder in Zusammenarbeit mit den Vorsitzenden der fünf Erdinger Vereine einiges gelungen, und Oberbürgermeister Max Gotz freute sich, „dass die Erdinger Vereine mit- und nicht gegeneinander arbeiten. Damit erleichtern sie uns auch die Umsetzung von Wünschen.“ In den sogenannten G 5-Runden wurde beispielsweise die Errichtung der neuen Sportanlage in den Geislinger Ängern vorangetrieben. Von der Dreifachturnhalle erhofft sich auch die SpVgg eine deutliche Entlastung.

Vor allem die Abteilung Turnen und Tanz – die mit 911 Mitgliedern stärkste Abteilung – hat aktuell mit erheblichen Kapazitätsproblemen zu kämpfen, sodass man sich zu einem Aufnahmestopp entschließen musste. „Interessierte können sich aktuell in Wartelisten eintragen, und wir hoffen, dass wir zeitnah eine Entspannung haben und dann wieder Mitglieder aufnehmen können“, beschreibt Lothar Rimane die aktuelle Situation.

Auch die Handballabteilung würde sich über mehr Hallenzeiten freuen, „denn Jens Mudrich, der für den Spielbetrieb zuständig ist, muss erheblich jonglieren, um die Heimspiele aller 24 Mannschaften zu koordinieren“, betonte Abteilungsleiter Werner Lauer. Beide Abteilungen hoffen zusätzlich auf den Neubau einer weiteren Halle am Anne-Frank-Gymnasium durch den Landkreis Erding.

Auch bei der Fußballabteilung ist der Zulauf ungebremst. Andreas Heilmaier berichtete, „dass im Bambini-Bereich wöchentlich neue Spieler kommen und wir derzeit einen Stand von 30 Kindern haben, die einfach zu wenige Betreuer haben. Aber dieses Problem müssen wir selbst lösen, während wir die Stadt Erding in Sachen Sportplatzangebot um Unterstützung bitten“. Die größte Problematik ergibt sich für die Fußballer im Winter, da die Rasenplätze nur eingeschränkt nutzbar seien. Die Veilchen nutzten zuletzt die Kunstrasenplätze in Ismaning und Langengeisling. „Aber wenn man bedenkt, dass eine Stunde etwa 100 Euro kostet, dann wird deutlich, dass diese Kosten fast nicht mehr zu stemmen sind“, rechnete Heilmaier vor. Er bat Gotz, dass man die SpVgg bei der Nutzung des neuen Kunstrasenplatzes neben dem Eisstadion großzügig einplanen möge.

Neueder zeigte sich über die Unterstützung der Kommunen sehr dankbar und hob in seinem Bericht die Fördermittel hervor. Die Stadt Erding hat den Jugendzuschuss von 13 auf 15 Euro angehoben, und auch der Landkreis hält nach wie vor an der Sportförderung fest. auf die Landrat Martin Bayerstorfer sehr stolz ist: „Ich fühle mich beim regelmäßigen Austausch mit meinen Kollegen schon fast einsam, denn wir sind noch die einzigen, die weiterhin an dieser Förderung festhalten, aber ich will auch in Zukunft den Vereinen eine finanzielle Entlastung zukommen lassen.“

Trotz der guten finanziellen Situation(siehe Kasten)hob SpVgg-Vize Reinhold Kunz aber auch mahnend den Finger, denn das Bankvermögen ging deutlich zurück. „Durch die Erstellung des neuen Tennisplatzes und die Anschaffung des Rasenmähertraktors bei den Fußballern stieg unser Anlagevermögen, aber wir müssen immer ein Auge auf das Barvermögen haben. Es kommen immer wieder notwendige Sanierungsmaßnahmen auf uns zu, dafür müssen wir genügend Mittel haben.“

In seinem letzten Jahr als Vorsitzender gibt es für Neuder aber noch eine Mammutaufgabe zu bewältigen, denn die SpVgg Altenerding feiert 2020 das 100-jährige Vereinsbestehen.

Programm 100-Jahr-Feier:

Mittwoch, 21. Mai: Deschowieda; Donnerstag, 22. Mai: Roland Hefter; Freitag, 23. Mai: Da Huawa, Da Meier und i; Samstag, 24. Mai: Tetrapack; Sonntag, 25. Mai: Ehrungstag für langjährige und verdiente Mitglieder und Festausklang mit Sixpack.

Das Programm für die sportliche Gestaltung im Jubiläumsjahr ist noch in Planung.  anh

Auch interessant

Kommentare