Hilfe unterm Gipfel und am Wasser

- VON ELVIRA MROTZEK Penzberg - Die Aktiven der Bergwacht Penzberg bewegen sich nicht nur sicher in Fels und Eis, sie sind auch ziemlich wasserfest und darüber hinaus handwerklich begabt. Das zeigt der Jahresbericht für 2005, der nun vorliegt: Die Bergwacht barg Verletzte vom Zugspitzplatt, half verletzten Bergsteigern am Rabenkopf und war beim Hochwasser in Maxkron mit Seil und Haken im Einsatz. Dazu werkelten sie an ihrem Umweltprojekt auf dem Rabenkopf.<BR>

Schwerpunkt der Einsätze war im zurückliegenden Jahr einmal mehr das Skigebiet bei Garmisch, zu dem auch das Zugspitzplatt gehört. Dort mussten die Penzberger Bergwachtteams insgesamt 34 Skifahrern und Snowboardern zu Hilfe kommen, die nach Stürzen abtransportiert werden mussten. Insbesondere vom Zugspitzplatt wurden die Verletzten vorwiegend mit dem Hubschrauber zur Versorgung in Krankenhäuser gebracht. Bergwachtmann Christian Frommelt: "Vom Platt ist das der schnellste Weg, Verletzte ins Tal zu bringen. Das ist aber nur möglich, wenn es das Wetter zulässt. War der Hubschrauberflug nicht möglich, kam der Akja zum Einsatz.<P>Im Sommer sind die Penzberger vorwiegend beim Vorsorgedienst am Rabenkopf bei Kochel zu finden. Neben der Versorgung kleinerer Blessuren bei Wanderern mussten aber vom Berg auch zwei Verletzte ins Tal transportiert werden. Darüber hinaus gingen die Bergwachtler, die speziell dafür ausgebildet sind, auch auf Naturschutzstreife.<P>Auch beim August-Hochwasser wurde die Bergwacht gerufen. Einsatzgebiet war vor allem Maxkron (wir berichteten). Als an der Loisachbrücke angeschwemmtes Treibholz zur Gefahr wurde, seilten sich Helfer ab und hielten die unter den Wassermassen schwankende Brücke frei von Baumstämmen.<P>Viel Zeit investierten die Helfer zudem 2005 in ihre Fortbildung: Sie absolvierten unter anderem 16 Ausbildungsabende, drei Übungsabende für Flugrettung sowie zwei Hubschrauberübungen mit den Bereitschaften Kochel und Benediktbeuern.<P>Umweltprojekt<P>gestartet<P><P>Über allem fanden sie Zeit, sich ihrem Umweltprojekt auf dem Rabenkopf zu widmen: Dort wurde nach der Schneeschmelze im Frühjahr 2005 neben der Diensthütte mit dem Bau eines neuen Gebäudes begonnen. In diesem werden umweltfreundliche Wasseraufbereitungs- und Energieversorgungsanlagen sowie eine Komposttoilette installiert. Dazu gehört eine Verrieselungsanlage, in denen das Abwasser gereinigt wird. 1900 Arbeitsstunden samt drei Hubschraubereinsätzen waren bislang dafür nötig. Das Projekt soll bis Herbst fertig sein und dann feierlich eingeweiht werden.<P>

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