Vorsicht! Henkel ruft Putzmittel zurück - Gesundheitsgefahr

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Hilferuf aus Ex-Fernmeldewerk

- VON ALEXANDER SCHWEDA Fürstenfeldbruck - "BenQ ist überall." Mit diesem Slogan hat sich gestern die Belegschaft des ehemaligen Fernmeldewerks Aubing, das 2003 an den Brucker Bahnhof umgezogen war, an die Öffentlichkeit gewandt. Denn das Unternehmen, das einst aus der Deutschen Bahn ausgegliedert worden war, und dieses Jahr in Repair Center Fürstenfeldbruck umbenannt wurde, hat laut Betriebsrat gestern Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 110 Arbeitsplätze. Geschäftsführer und Hauptgesellschafter waren gestern nicht zu erreichen.<BR>

<P>Bereits im August ergab ein Schlichtungstermin am Arbeitsgericht, dass die Firma im Februar 2007 stillgelegt werden soll. Damals wurde ein Sozialplan für 80 Mitarbeiter ausgehandelt, der rund drei Millionen Euro hätte kosten sollen. 20 ehemalige Beamte hätten zur Deutschen Bahn zurückkehren sollen. Wie die Betriebsratsvorsitzende Michaela Zauner gestern berichtete, sei der Sozialplan angefochten und nicht umgesetzt worden. Stattdessen sei nun ganz überraschend die Insolvenz angemeldet worden. Zuvor seien zudem die Lohnzahlungen gestoppt worden.<P>Mitarbeiter, die die Firma bereits verlassen hätten, müssten nun selbst ihre Abfindungen einklagen, erklärt Michaela Zauner. Der Betriebsrat wolle sich nun weitere Protestaktionen einfallen lassen. Ansonsten werde man schauen, was der Insolvenzverwalter vor hat. Schließlich könne dieser prüfen, ob die Firma in kleinerem Stil weitergeführt oder ob der Sozialplan doch noch eingehalten werden könne.<P>Hauptkunde Bahn weggebrochen <P>Bereits im September 2005 hatte der damalige Werkschef und jetzige Hauptgesellschafter Ronald Kossatz vor einer Krise gewarnt, da der Hauptkunde Deutsche Bahn seine Technik wieder selbst reparieren wolle und damit die Aufträge wegbrechen würden. Das Fernmeldewerk war 2001 als eigenständige GmbH von der Bahn ausgegliedert worden und übernahm den Service für Zugfunk- und Steuergeräte, Kartenautomaten sowie bewegliche Hinweisschilder.<P>Im Januar 2006 hieß es dann, dass 30 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden müssten, da die Bahn entschieden habe, Systemkomponenten wieder selbst zu reparieren. Seit Juli firmiert die Firma als Repair Center Fürstenfeldbruck. Neuer Geschäftsführer wurde Hans-Jörg Heyer. Als Hauptgesellschafter fungiert Ex-Werkschef Ronald Kossatz. Aufgrund der Umbenennung hatten die Mitarbeiter die Schließung befürchtet. Zunächst hieß es aber, dass 50 Arbeitsplätze erhalten werden sollten. Im August stand fest: Der Betrieb schließt Ende Februar 2007.<P> Wirtschaftsteil<P>

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