Hobbings Verschleierungstaktik

- VON TAMARA LUX Ebersberg - "Die unendliche Maske - Mantel der Verschleierung". So lautet die Ausstellung des Kunstvereins Ebersberg zum Jahresabschluss. Ein Thema, das einen großen Raum im Schaffen der Künstlerin Maria Hobbing aus Hamburg in den vergangenen Jahren einnimmt.<BR>

<P>"Ich verschleiere, um Verschleierungen aufzulösen, mit Verschleierungen durchbreche ich", beschreibt Hobbing ihre Arbeitsweise.<P>Verschleierungen als zentrales Thema ihrer Malerei, die durchaus auch im politischen Sinne versucht, Verborgenes transparent zu machen. "Mich interessiert gerade das Wechselspiel zwischen dem Verhüllen und Deutlichmachen". Aus diesem Grund arbeitet die Künstlerin mit zwei wesentlichen Elementen: Zum einem mit der Malerei und zum anderen mit Installationen, die mit Zeichnungen, Folien und Projektionen verbunden sind.<P>Ihre Arbeiten erstrecken sich über eine Vielzahl unterschiedlicher Masken - sowohl in ihrer Form, als auch in ihrer Aussage. Die "kleinen Masken" zum Beispiel, ein Zyklus verwischter Kohlezeichnungen, zeigt auftauchende Kindergesichter in verschieden Formen, die durch bläulich-braune Lasur überlagert werden. Masken als Schutz vor der Außenwelt!<P>Das Hauptaugenmerk der Ausstellung liegt auf den Bildtiteln "Salome 1", "Salome 2", "Zuschauer" und "Schleier", die Bezug auf die biblische Geschichte der Salome nehmen. "Die Figur der Salome verkörpert für mich die Vernetzung von Manipulation und Missbrauch. Symbolisch könnte sie auch für die heutige Gesellschaft stehen", erklärt Hobbing.<P>Durchsicht, Einsicht und vor allem auch Weitsicht sind die tragenden Elemente ihrer Werke. Bilder in transparenter Farbigkeit stehen dick aufgetragenen und glänzend reflektierenden Werken aus Akryllack gegenüber. <P>"Zu sehr festlegen möchte ich mich in meinen Deutungen zu den einzelnen Werken aber nicht", erklärt Hobbing. Dies soll vielmehr dem Besucher selber überlassen werden.<P>Sämtliche Kunstwerke können auch käuflich erworben werden.<P><P>

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