Ideenschmiede der Dobelklause

- VON WERNER HUBERT Grafing - Forschung gedeiht nicht nur auf der Ebene der wissenschaftlichen Großlabors und Versuchsstätten, sondern von Fall zu Fall auch im Kleinen. Jüngstes Beispiel ist der Grafinger Klaus Welm von der gleichnamigen Medientechnik GmbH. Welm wurde auf der internationalen Fachmesse für Theater-, Event- und Medientechnik 2005 in Berlin mit dem 1. Preis - Product Award 2005 - ausgezeichnet.<BR>

<P>Welm, der mit Klaus Huber zusammenarbeitet, hatte bereits vor zehn Jahren von sich reden gemacht. Seinerzeit war es die Präsentation des legenderen "Ingenio", einem bis heute unerreichten Farbwechsel-System für Theaterscheinwerfer. Die einzigartige Erfindung entstammte der Ideeschmiede in der Grafinger Dobelklause. Jetzt gelang wieder ein großer Wurf in der Kategorie Ton- und Medientechnik mit der Innovation Mo-Ca.<P>Der Name Mo-Ca steht für Intermodulations-Calculation, ein Softwaretool, mit dem es möglich ist, den störungsfreien Betrieb von Funkmikrofonen herzustellen. Normalerweise, so Welm, falle bei der Berechnung von größeren Systemen die unglaubliche Zahl von 1428 x 10 hoch 41 Möglichkeiten an. Das ist eine Zahl mit 41 (!) Stellen. Auch ein moderner Rechner würde dafür sage und schreibe drei Jahre Berechnungszeit benötigen. Bei der von Welm und Huber ausgeklügelten Reduzierung bei der Kalkulation der mathematischen Algorithmen werde mit Mo-Ca schon in wenigen Minuten ein Ergebnis erreicht.<P>An der Show Tech in Berlin hatten sich über 40 Teilnehmer, zum Teil namhafte Konzerne wie Sennheiser Electronik, in vier Kategorien für die Preise beworben. Die Jury, bestehend aus der Elite deutscher Toningenieure und Branchenspezialisten, hat sich spontan für die in kürzester Zeit und einfach zu bedienende Handhabung der von der Welm MT-GmbH erarbeiteten Lösung begeistert. Einer der Juroren, der die Tontechnik bei der Gala in Berlin betreute, habe die Software noch am gleichen Abend erfolgreich eingesetzt. Wie Welm sagte, habe er nur fünf Minuten zur Vefügung gehabt, um Mo-Ca zu erklären. Während er seinen Partner Huber als hervorragenden Programmierer bezeichnete, sieht er sich selbst als die "Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine".<P><P></P>

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