Indersdorf unter dem Hammer

- VON TORGE WESTER Indersdorf - Die Klosterbrauerei Indersdorf (Kreis Dachau) mit allen Liegenschaften und Gebäuden bleibt zunächst weiterhin in einer Hand. Bei der Versteigerung der Objekte, die sich über mehrere Gemeinden verteilen, erhielt die K+K Wohnbau GmbH aus Indersdorf den Zuschlag. Für das Gesamtpakt zahlt die Immobilienfirma 2,7 Millionen Euro.<BR>

<P>Bereits im Jahr 2002 hatte die Klosterbrauerei Produktion und Betrieb eingestellt. Im Zuge der Zwangsvollstreckung kamen jetzt im Münchner Amtsgericht 33 Objekte der Brauerei unter den Hammer. Darunter neben Brauerei-Gebäude auch der bekannte Klosterbiergarten, der Volksfestplatz, der Straßbacher Weiher sowie verschiedene Äcker, Wälder und Wiesen. Vor allem Banken zählen zu den Gläubigern von Gaby Fuchsbühler-Schuster, der ehemaligen Eigentümerin. <P>Selbst war sie nicht zur Versteigerung erschienen. Vertreten wurde sie von ihrem Mann Josef Schuster, der wie zahlreiche Indersdorfer Bürger sich auf den Weg nach München gemacht hatte. Schnell waren die 60 Sitzplätze im Saal belegt, selbst um Stehplätze musste man kämpfen.<P>Nach Eröffnung der Versteigerung standen schnell die ersten Interessenten Schlange. Neben Privatleuten bot auch der Landkreis Dachau mit.<P>Als sich herauskristallisierte, dass das Gesamtpaket den Zuschlag erhalten und die Liegenschaften nicht einzeln verkauft werden würden, blieben noch zwei Bieter: Neben Josef Schuster, dem Namensvetter des Ex-Brauerei-Eigners, von der K+K eine weitere Immobilienfirma aus Dachau. Die 2,7 Millionen Euro von K+K waren aber das Spitzengebot.<P>Besonders die Gemeinde Indersdorf hatte sich für die Versteigerung interessiert. Bürgermeister Josef Kreitmeir will jetzt Gespräche mit dem neuen Eigentümer suchen, vor allem wegen des Volksfestplatzes drängt die Zeit. "Wir haben schon Anfragen von Schaustellern und vom Festwirt. Normalerweise stand schon im November alles fest", sagte Kreitmeir. In einer ersten Stellungnahme erklärte der neue Eigentümer, er wolle Klostergaststätte und Biergarten weiterbetreiben. Die Genossenschaft, die die Brauerei wieder aufleben lassen will, lässt sich vom Besitzerwechsel sowieso nicht entmutigen. "Wir werden weitermachen", versprach Initiatorin Anita Engelbrecht. <P>

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