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Mit 110 Jahren: Bayerns älteste Bürgerin stirbt

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- Hohenschäftlarn - Wenn sie in ihrer Erinnerung kramte, dann fielen ihr Kaiser Wilhelm II. ein, ihre Jugendzeit im Berlin der Jahrhundertwende oder eine längst vergangene Ägyptenreise. Gerne hat Peta von Mauntz aus ihrem reichen Erfahrungschatz erzählt, vor allem wenn ein Gläschen Wein ins Spiel kam.

Mit 110 Jahren war sie die älteste Bürgerin Bayerns und die zweitälteste in Deutschland. Jetzt ist Peta von Mauntz in ihrem Haus in Hohenschäftlarn (Kreis München) gestorben.

"Ich lebe so gerne" hat sie immer gesagt. Positives Denken und Fröhlichkeit, damit ist die Seniorin gut gefahren. Auch ihre Nichte Eva Ensslin, bei der Peta von Mauntz lebte, schwärmte: "Sie ist dankbar, höflich und vergnügt."

Geboren wurde Peta von Mauntz am 7. März 1896 in Berlin. Sieben Geschwister hatte sie, alle konnten auf ein biblisches Alter verweisen. Den Familienrekord stellte aber die Hohenschäftlarnerin auf. Im Ersten Weltkrieg arbeitete sie als Lazarettschwester, später als Hebamme in gynäkologischen Kliniken in Berlin und Itzehoe.

Ihr Mann brachte ihr schließlich Hohenschäftlarn nahe. Heinrich von Mauntz wohnte im Schäftlarner "Fischerschlößl". Im Ruhestand zog sie sich endgültig in die Gemeinde im Süden Münchens zurück, baute sich ein Haus, in dem sie bis zuletzt lebte. Ein Altersheim kam für sie nie in Frage, familiäres Umfeld war ihr immer wichtig. Das Geheimnis ihres Alters? "Sie hat immer gegessen, was ihr geschmeckt hat", sagte ihre Nichte einmal.

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