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Das neue Führungsteam (v.l.): Birgit Steininger, Neueder, Doris, Ballendat, Tobias Schlecht, Anna Lena Schmitt, Lauer, Lisa Whynalek, Bernhard Glas und Kathi Gotz. Es fehlen: Christian Bauer und Nadi Özdemir.

Handballer der SpVgg Altenerdinger

Ein teures Jahr

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Diskutiert wurde nur ums Geld. Die Handballer der SpVgg Altenerding haben eine bewegte Saison hinter sich. Sportlich waren vor allem die Erwachsenen-Teams erfolgreich (siehe Kasten).

Altenerding – Aber die Jugendleiterin Regina Rösner und ihr Kollege Michael Sack hatten unter der Saison ihr Amt niedergelegt. Es gab Trainerentlassungen und Rückzuge, und die weibliche A-Jugend wurde aus dem Spielbetrieb genommen.

„Nicht alles ist optimal gelaufen“, räumte auch Abteilungsleiter Werner Lauer bei der Jahresversammlung am Donnerstag im Lindenwirt ein. Aber diese Dingen scheinen abgehakt zu sein, denn darüber verlor beim Punkt „Aussprache“ ebenso niemand ein Wort wie zur Posse um das vermeintliche Handball-Leistungszentrum (wir berichteten). Lauer wurde auch in seinem Amt einstimmig bestätigt.Und mit ihm die komplette, allerdings stark veränderte Abteilungsführung, die en bloc gewählt wurde.

Einige Nachfragen gab es allerdings nach dem Finanzbericht von Birgit Steininger. Das lag nicht an ihrer Kassenführung. Revisorin Petra Busch monierte zwar, dass ihr und ihrem Kollegen Ando Mittermeier die Bücher erst zwei Wochen vor der Versammlung zur Verfügung gestellt wurden. Es habe aber – abgesehen von einem Beleg, der nachgereicht wurde – alles gepasst, weshalb Busch die Entlastung der Abteilungsleitung beantragte, die einstimmig durchging.

Vorher wollten die Mitglieder aber noch wissen, woher das Kassenminus in Höhe von 10 000 Euro kam. Laut Steininger hatte die Abteilung im Jahr 2017 nämlich zwar 125 000 Euro eingenommen, aber 135 000 Euro ausgegeben. Im Jahr zuvor hatten die Handballer noch 22 000 Euro plus gemacht, berichtete Steininger. „Unser Guthaben ist heuer geschrumpft“, sagte sie. „Das ist verkraftbar, aber sche is des ned.“ Das Guthaben betrug zum 31. Dezember 2018 immer noch rund 39 000 Euro.

Laut Steininger hat der Kauf etlicher Trikotsätze 12 000 Euro gekostet. Da nun alle Teams einheitlich in Lila gekleidet seien, werde es diesen Posten im nächsten Jahr in dieser Höhe nicht mehr geben. Das gelte auch für die 6500 Euro, die die Abteilung in die Hand nahm, um mit allen Kindern zur Handball-WM zu fahren. „Das haben wir sehr gerne gemacht“, verteidigte Lauer die Aktion, und keiner der anwesenden Mitgliedern kritisierte dies. Ganz im Gegensatz zum Sommertraining im Sportpark Schollbach, das die SpVgg allen Spielern ab der B-Jugend ermöglichte und rund 10 000 Euro gekostet hat. Aufgrund der guten Finanzlage vom Vorjahr habe man dies den Spielern und Spielerinnen eben ermöglicht, sagte Lauer, der schon zu Beginn der Versammlung angedeutet hatte, dass ihn das Anspruchsdenken so mancher Eltern ärgere „Die zahlen 45 Euro Beitrag für ihr Kind und wollen dann, dass wir dann auch noch das Training in Schollbach kostenlos ermöglichen. Ich habe zwar bei Mathe in der Schule gefehlt, aber das rechnet sich nicht.“

So war dann Lauers erste Amtshandlung nach der Wiederwahl, eine Beitragserhöhung zu beantragen. Kinder/Jugendliche, Studenten und Passivmitglieder sollen ab 2020 jährlich 60 statt bisher 45 Euro bezahlen. Bei Erwachsenen schlug er eine Erhöhung von 90 auf 120 Euro an. Damit würden sich die Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen von 25 000 auf 32 500 Euro erhöhen, rechnete Lauer vor. „Es wäre die erste Beitragserhöhung seit 2010“, sagte er und verglich die Sätze mit den Beiträgen anderer Handballclubs und anderer Abteilungen der SpVgg. „Seit ich hier Abteilungsleiter bin, haben die Fußballer schon dreimal erhöht“, erzählt er.

„Das ist eine Erhöhung von 33 Prozent. Das ist deutlich über der Inflationsrate“, monierte der scheidende Sportliche Leiter Helmut Braun. Andere fragten nach, warum die Erhöhung nötig sei, nachdem die einmaligen Kosten des Vorjahres – also Trikotkauf, WM und Schollbach – diesmal wegfallen würden.

Das aber sei der falsche Ansatz, meinte Reinhold Kunz. Man dürfe nicht nur auf die Ausgaben schauen, sondern müsse dafür vorsorgen, falls Sponsorengelder oder Spenden wegfallen würden. Benedikt Hoigt regte vergeblich an, die Erhöhung in zwei Schritten vorzunehmen. Lauer machte nochmal deutlich, was der Verein alles leiste und verglich das mit einem Fitnessstudio. „Da zahlen die Leute 50 Euro oder mehr im Monat.“ Der Abteilungsleiter beantragte dann die Abstimmung. 26 Mitglieder stimmten für die Erhöhung, zehn waren dagegen, sieben enthielten sich.

Die Führungscrew

Abteilungsleiter: Werner Lauer, Christian Bauer (Stellv.) – Kassierin: Birgit Steininger –Schriftführerin:Kathi Gotz – Jugendkoordinator: Bernhard Glas – Jugendleiterin:Doris Ballendat – Leiterin Kinderhandball:Anna Lena Schmitt –Leiterin Sportbetrieb Damen:Lisa Whynalek – Leiter Sportbetrieb Herren:Nadi Özdemir – Leiter Spielbetrieb:Tobi Schlecht – Technischer Leiter Hallenplanung: Jens Mudrick – Kassenprüfer: Stephan Haase, Doris Breuer.

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