Jung-CSUler versucht den nächsten Sturz

- Attacke auf Hans Podiuk - Morgen entscheidende Kreisvorstandswahl

In der Münchner CSU steht wieder eine Zerreißprobe bevor, und wieder versucht ein Nachwuchspolitiker einen Etablierten zu stürzen: Der letzte OB-Kandidat und Fraktionsvorsitzende im Rathaus, Hans Podiuk, muss um sein Parteiamt als Kreisvorsitzender im Südosten bangen.

Die Attacke reitet Christian Baretti, mit 29 Jahren einer aus der jungen Garde, der gerade sein erstes Stadtrats-Jahr hinter sich hat, und den Truderinger Ortsverband führt. Wieder hatte es - laut CSU-Satzung legale - Mitglieder-Transfers aus anderen Bereichen gegeben. Am Donnerstag entscheiden 99 Delegierte über den Vorsitz in dem Partei-Kreis, der als Karriere-Sprungbrett gilt.

Baretti hatte erklärt, dass er von mehreren Seiten aufgefordert worden sei, einen Neuanfang einzuleiten.

Heinrich Traublinger, MdL und früher selbst Kreischef im Osten, will wieder Hans Podiuk vorschlagen. Traublinger war selbst Opfer der "jungen Wilden", die ihn erst in Neuperlach aus dem Ortsvorsitz hebelten, dann aber nach einer Spaltung der jungen Front wieder einsetzten. Ein langwieriges Ränkespiel, das sogar Staatsanwaltschaft und höchste Partei-Ordner auf den Plan rief.

Podiuk zu der anstehenden Entscheidung am Donnerstag im Waldperlacher "Leiberheim": "Es wird sehr knapp." Er fühle sich mit seinen 56 Jahren "eigentlich noch nicht zu alt" als Kreisvorstand.

Mit Podiuk begänne die zweite Demontage eines vormaligen OB-Kandidaten nach Aribert Wolf. Beide hatten mehr den Bitten der Partei als der eigenen Ambition folgend gegen den SPD-Amtsinhaber Christian Ude (SPD) kandidiert.

Eberhard Geiger

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