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Junge Union im Clinch um Landtagssitz

- Parteifreunde als Stimmvieh

VON MATTHIAS KRISTLBAUER Der CSU-interne Streit um die Landtagskandidatur zwischen Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger und Herausforderer Markus Blume von der Jungen Union (JU) nimmt neue Formen an. Nachdem die JU anfangs Traublinger noch geschlossen bekämpft hat, werfen sich deren Akteure jetzt gegenseitig vor, Ortsverbände durch Einschleusen von Mitgliedern unterwandert zu haben. Der Kreisverband 9 soll deshalb sämtliche Mitglieder-Verschiebungen der vergangenen eineinhalb Jahre überprüfen.

Die Münchner CSU droht, sich selbst zu zerfleischen. Erst waren im Kandidatur-Duell zwischen Ex-OB-Kandidat Aribert Wolf und Stadtrat Georg Eisenreich Vorwürfe laut geworden, Mitglieder seien als Stimmvieh verschoben worden. Ähnlichen Anschuldigungen sieht sich nun auch der 27-jährige Blume ausgesetzt, der Traublinger dessen Landtagssitz abspenstig machen will. Der Newcomer soll versucht haben, in den Ortsverband Ramersdorf Mitglieder einzuschleusen, die ihn bei der Kampfkandidatur gegen Traublinger unterstützen. Das sagen "Parteifreunde" Blumes.

Denn die Kandidatur des Diplom-Politologen sorgt bis in die CSU-Spitze für Ärger, schließlich gilt Handwerkskammerpräsident Traublinger als Vertreter des umworbenen Mittelstandes. Auch hat Blume mittlerweile Teile der JU-Spitze gegen sich, obwohl man lange gemeinsam am Stuhl von Traublinger sägte. Matthias Pawlik (25) löste Traublinger im vergangenen Jahr als Vorsitzenden des Ortsverbandes Neuperlach ab. Schon damals ging es aber eigentlich um die Landtagskandidatur, mit der auch Pawlik und der Münchner JU-Vorsitzende Rasso Graber geliebäugelt hatten. Die ausgebooteten Mitbewerber haben sich jetzt auf die Seite Traublingers geschlagen.

Mitgliederschleusungen kämen im Stimmkreis Ramersdorf jedenfalls nicht zum ersten Mal vor. Erst im Frühjahr machte der Kreisverband fast 40 Eintritte in den Ortsverband Neuperlach rückgängig. Auch sie sollen von der JU initiiert worden sein. Diesen Fall habe er "überhaupt erst aufgedeckt", sagte Blume. "Insofern ist der Vorwurf an mich, mit ähnlichen Methoden zu arbeiten, so perfide wie unhaltbar."

Der Kreisvorsitzende und CSU-Fraktionschef im Stadtrat, Hans Podiuk, ist besorgt: "Wir müssen sehen, dass es den Kreisverband nicht zerreißt." In der Vorstandssitzung gestern Abend war deshalb auch das Duell mit seinen Auswüchsen Thema Nummer eins. Blume selbst forderte, der Kreisverband solle die Mitgliederverschiebungen prüfen.

Der Unterstützung des Ortsverbandes Neuperlach kann sich der 27-Jährige unterdessen sicher sein. Dessen 38 Delegierte, die über den CSU-Landtagskandidaten entscheiden, sind gewählt. Der einzige, der für Traublinger ist, soll Traublinger selbst sein.

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