Ein Trio mit drei Glaskugeln: Natalie Geisenberger (r.) beendete gestern in Cesana den Gesamt-Weltcup als Zweite, vor Anke Wischnewski und hinter Tatjana Hüfner (m.). Foto: AP

Kampfansage vor Olympia

Miesbach - Natalie Geisenberger (ASV Miesbach) gewinnt letzten Rennrodel-Weltcup in Cesana und beendet Saison als Gesamt-Zweite.

Natalie Geisenberger strahlte mit der Sonne am knallblauen Himmel über Cesana um die Wette: „Es hat mir einfach total Spaß gemacht. Es ist zwar kalt, aber die Atmosphäre ist super.“ Just beim Weltcup-Finale hat es die 21-jährige Rennrodlerin vom ASV Miesbach noch einmal krachen lassen: Nach einem perfekten ersten Durchgang an der Spitze gab Geisenberger ihre Führung auch im zweiten Lauf nicht mehr ab und verwies ihre Dauerrivalin Tatjana (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) mit einem Vorsprung von 0,062 Sekunden auf den zweiten Rang. Damit verbuchte sie ihren dritten Weltcup-Sieg der Saison und den sechsten insgesamt. Und sie sagte Hüfner damit den Kampf an – 14 Tage vor den Rodel-Wettkämpfen bei den Olympischen Spielen in Vancouver. „Das gibt Selbstvertrauen für das große Ziel, wenn man weiß, man ist top-fit.“

Bereits im Training hatte sich Geisenberger in Top-Form gezeigt. In der vergangenen Woche waren die deutschen Rodel-Olympioniken ja noch einmal beim Materialtesten in Altenberg. Im Training in Cesana stellte die 21-Jährige dann gleich den Bahnrekord ein – inoffiziell. Doch offiziell machte sie es dann im gestrigen Rennen und gewann zum dritten Mal nach den Weltcups in Innsbruck/Igls und Winterberg. Lediglich die US-Amerikanerin Erin Hamlin konnte den deutschen Ausnahmerodlerinnen Paroli bieten und wurde Dritte. Auf sie wie zum Beispiel auch auf Alex Gough aus Kanada gilt es, bei Olympia besonderes Augenmerk zu legen.

Zum zweiten Mal nach der Saison 2008/2009 hat Geisenberger, die gestern übrigens ihren neuen Kopfsponsor „Renault Trucks“ präsentierte, den Gesamt-Weltcup als Zweite beendet, hinter Hüfner. Der Rückstand jedoch war knapp: Die Vizeweltmeisterin aus Miesbach wies am Ende 710 Punkte auf, die dreifache Gesamt-Weltcupgewinnerin 755 Zähler. Weit abgeschlagen, mit 509 Punkten, beendete Anke Wischnewski den Weltcup als Dritte. Somit feierten in dieser Saison nur Hüfner oder Geisenberger Weltcup-Siege.

Jetzt gilt die ganze Konzentration nur noch einem Ziel: Olympia. Ein paar Tage kann die Miesbacherin nun daheim genießen und ausspannen. Sogar ihren 22. Geburtstag am Freitag, 5. Februar, wird sie nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder daheim feiern können. Da dürften dann die Koffer bereits gepackt sein, denn das Flugzeug in Richtung Vancouver hebt für die deutsche Mannschaft am 6. Februar ab. Und da soll sie dann wieder einfach Spaß haben. sw

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