Klosterbrauerei macht dicht

- Das Ende zusammen mit dem 60. Geburtstag von Josef Schuster

VON KURT GÖTTLER Indersdorf/Altomünster - Brauereibesitzer Josef Schuster von der Klosterbrauerei Indersdorf feiert am heutigen Freitag seinen 60. Geburtstag - und verabschiedet sich gleichzeitig in den Ruhestand. Noch in diesem Monat wird der Sudbetrieb und der Vertrieb einer der ältesten Brauereien im weiten Umkreis eingestellt.

Einen Tag vor seinem Jubeltag bestätigte Josef Schuster auf Anfrage der Heimatzeitung, dass "fehlende wirtschaftliche Perspektiven und die offene Nachfolgefrage" (das Ehepaar Gaby Schuster-Fuchsbüchler und Josef Schuster ist kinderlos) die entscheidenden Punkte waren, den Sudbetrieb und den Vertrieb einzustellen. Man werde nur noch das vorhandene Bier an die Kunden ausliefern. Der allgemeine Umsatzrückgang gerade beim Bier habe zu wirtschaftlichen Problemen geführt, betonte Schuster, nicht nur bei seiner Brauerei, deren Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert zurück reichen. Außerdem habe er schon "einige gesundheitliche Warnschüsse" erhalten. Übernommen werden die Kunden von Willi Wiedemann, Kapplerbräu Altomünster, der nahtlos in das Geschäft einsteigt. Josef Schuster: "Wir haben uns bemüht, eine im Landkreis ansässige Nachfolge zu bekommen. Kappler ist eine Traditionsmarke im Kreis."

Kappler-Bier wird künftig auch auf dem Indersdorfer Volksfest ausgeschenkt werden, das Josef Schuster vor einigen Jahrzehnten ins Leben gerufen hat und deren Organisator er bislang war. "Dies wird auch so bleiben. Das Volksfest wird weiterhin von uns organisiert, da wird sich nichts ändern."

Was mit den Gebäuden der Brauerei geschieht, darüber wird erst in den kommenden Wochen und Monaten entschieden. Konkrete Pläne gibt es im Augenblick jedenfalls noch nicht.

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