Knüllerprogramm wartet auf SCR

- VON PETER REINBOLD Garmisch-Partenkirchen - Was schlecht beginnt, kann gut enden. Den Beweis für diese Behauptung lieferte in den zurückliegenden Monaten der SC Riessersee. "Nach der Ära Holzmann ist die Saison für uns optimal gelaufen", meint SCR-Geschäftsführer Ralph Bader. Als Andreas Brockmann die Mannschaft Mitte Oktober vergangenen Jahres übernahm, rangierte Riessersee nach neun Begegnungen auf Platz zwölf der Oberliga. Die Mannschaft spielte unattraktives Eishockey, die Fans murrten, Bader sah Handlungsbedarf.<BR>

Und er traf mit Brockmann als Nachfolger des geschassten Holzmann die richtige Wahl. Der Ex-Nationalspieler führte das Team nicht nur auf Platz sechs in die Meisterrunde, sondern verpasste ihm auch Struktur und System. Riessersee stellte mit Tyson Mulock den Topscorer und den besten Torjäger der Liga, auch die Zahl der Gegentreffer konnte auf ein erträgliches Maß reduziert werden. "Die Mannschaft ist in allen Bereichen gefestigt", freut sich Bader, der den ersten Auftrag, den er seinen Angestellten gegeben hat, als erfüllt betrachtet. In drei Drittel hatte er die Saison eingeteilt: 1. Erreichen der Meisterrunde, 2. Erreichen der Playoffs, 3. Sehen, was möglich ist. "Ziel eins ist geschafft, jetzt muss das nächste in Angriff genommen werden."<P>Die Meisterrunde - für ihn ein Zwang, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Nachdem man im Jahr eins nach der Insolvenz gegen den Abstieg kämpfte, blieben am Schluss die Zuschauer aus. "Deshalb konnten wir uns kein finanzielles Polster anlegen." Mit dem gleichen Geld wie 2004/2005 stellte Bader allerdings eine schlagkräftigere Mannschaft auf die Beine, die nach etlichen Verstärkungen jetzt noch mehr Substanz besitzt und besseren Sport bietet. Richtig gut eingeschlagen haben John Spoltore, Michael Höck und Florian Vollmer, der den verletzten Sebastian Kottmair ersetzt, der sich derzeit in Bad Wiessee auf Reha befindet, um seinen Kreuzbandriss auszukurieren.<P>Dennoch kamen auch heuer die Fans nicht so zahlreich wie erhofft, weil die Liga aufgebläht und häufig Langeweile Trumpf war. "Im Schnitt fehlen mir 60 bis 70 Zuschauer", räumt er ein. Dieses Defizit will er in den kommenden neun Heimspielen ausgleichen. "Ich hoffe, dass das gelingt, weil`s jetzt wieder - anders als in den letzten drei Partien - um etwas geht." Was er positiv wertet: "Es geht bei Null los, das kommt uns zugute." <P>Die Runde der besten zehn Mannschaften verspricht Spannung pur. Der Spielplan, den ESBG-Geschäftsführer Oliver Seeliger erstellte, birgt für den SC Riessersee gleich zu Beginn mehrere Knüller. In den ersten sechs Partien treffen die Garmisch-Partenkirchner auf die ersten Fünf der Tabelle. "Das ist ein Knallerprogramm", urteilt Bader.<P>

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