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Kreisklinik: Neuer Oberarzt für Kardiologie

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- Versorgung der Patienten gesichert

VON CAROLIN FELDMANN Fürstenfeldbruck - Eine Nachsorge für herztransplantierte Patienten gibt es in der Kreisklinik nicht mehr. Das berichtet der Chefarzt der Inneren Abteilung, Rolf Eissele. Er hat nach der Beurlaubung des Herzspezialisten, Professor Bernhard Permanetter, als Übergangslösung die Leitung der kardiologischen Abteilung übernommen. "Der Betrieb der Inneren Abteilung läuft ansonsten vollkommen normal weiter", versichert der Mediziner.

Seit seiner Beurlaubung war Permanetter in beratender Funktion noch in die Behandlung dreier herztansplantierten Patienten in der Kreisklinik involviert gewesen. "Seit Ende letzter Woche kommt er aber nicht mehr", betont Eissele. Auch die drei Patienten seien inzwischen in andere Krankenhäuser verlegt worden.

"Die ambulant betreuten Herztransplantierten schreiben wir derzeit an", berichtet der Chefarzt weiter. Sie werden über die Situation informiert. "Wir weisen keinen ab, der zu uns kommt. Aber wir helfen, langfristig andere Plätze für die Nachsorge zu finden." In Frage kämen zum Beispiel Kliniken in Augsburg, Passau und Regensburg. Bei Fragen stehe man den Patienten stets gerne mit Rat und Tat zur Seite, versichert Eissele.

Für die übrigen Herzpatienten sei in der Kreisklinik die fachärztliche Betreuung gesichert, so Eissele. "Wir arbeiten wie bisher mit den großen Herzzentren zusammen", ergänzt Oberarzt Ullrich Hellings. Ein zweiter Oberarzt soll das Brucker Kardiologie-Team bald verstärken. "Die Ausschreibung läuft. Wir haben schon Bewerbungen gesichtet. Die Vorstellungsgespräche stehen an", bestätigt Eissele.

Struktur-Konzept steht noch aus

Auch die Stelle von dem inzwischen fristlos gekündigten Herzarzt Permanetter sei "vakant", betont Eissele. Allerdings stehe die zukünftige Struktur der Inneren Abteilung, die sich aus den Bereichen Kardiologie und der Gastroenterologie zusammensetzt, noch in den Sternen.

"Es gibt bislang kein endgültiges Konzept", erklärt Klinikvorstand Stefan Bauer. Zur Debatte stünden zwei Modelle. Einerseits könne man Kardiologie und Gastroenterologie zu einer Abteilung zusammen legen. Andererseits könne man auch einen Nachfolger für Permanetter einstellen. "Der Verwaltungsrat hat dieses Thema schon mal grundsätzlich andiskutiert", ergänzt Bauer. Eine Entscheidung stehe aber noch aus.

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