"Krumm und bucklig oder kunstwerksmäßig"

- Leserbrief zu "Der Bürgermeister ist der Bevorzugte" von Christian Huber in der Ausgabe vom Freitag, 1. Oktober:

Ich verzeihe Herrn Chuber seine Unwissenheit, dass ich nicht im Gemeinderat bin, sondern nur aus Sicht eines Bürgers schreibe. Aber um keine Zweifel aufkommen zu lassen, selbst wenn ich Gemeinderat wäre, könnte ich mich über diese Sache nur schmunzelnd wundern, denn jeder Mensch darf dann in Zukunft etwas aufstellen, bezeichnet es als Kunstwerk und braucht dafür keine Genehmigung; komisch, komisch.

Ach ja, und dann war da noch der Stacheldraht, der verschwinden soll, der in unserer ländlich geprägten Gegend doch das einzige normale auf diesem "Kunstwerkshügel" ist. Kann ja sein, dass er einen Richter aus der Stadt eher an ein KZ als an eine Viehweide erinnert. Egal, in Bayern wollen sowieso viele nichts mehr von Kultur wissen (z.B. Kruzifixverbote in Schulen, Kuhglockenverbote, Geläut von Kirchenglocken bei der Nacht).

So werde auch ich mich ändern müssen und lach mich in Zukunft nicht mehr "krumm und bugglig", sondern der Kunst Herrn Chubers entsprechend "kunstwerksmäßig". Mal sehen, wie viel Bürger mir diesmal wieder auf die Schulter klopfen und mir in meiner Meinung recht geben.

Josef Wohlfahrt Bernbeuren

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