„Roxette“-Superstar Marie Fredriksson ist tot - Todesursache ist bekannt 

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Leben mit dem Schutzanzug

- VON BIRGIT PÖSSINGER Oberammergau/Ammertal - Suzanne S. ist 46 Jahre alt und kann nur noch mit einem auffällig blauen, dichten Schutzanzug unter die Menschen gehen - einem Schutzanzug, wie ihn die Monteure von Mobilfunkanlagen tragen müssen. Die Friesin, die seit einigen Jahren in Oberammergau lebt, ist extrem empfindlich gegenüber Elektrosmog.<BR>

Nach vielen Besuchen bei verschiedenen Ärzten, die vergeblich nach einer Ursache für die nicht mehr ausheilenden Infekte, ihren erhöhten Calziumbedarf, Fieber, Kopfschmerzen, Herzrasen, Schlappheit und sogar Tetanie-Anfälle suchten, machte ein Arzt in Hohenpeißenberg, Dr. Franz Schelkle, die entscheidende Beobachtung: Wenn Suzanne S. krank geschrieben war, ging es ihr sofort besser, am Arbeitsplatz begannen die Probleme jedes Mal wieder von vorne. Vier ärztliche Gutachten bestätigen Suzanne S. inzwischen Elektrosmog als Ursache für ihre Krankheit.<P>Messungen in Privatwohnungen <P>S. arbeitet seit 1996 beim Deutschen Wetterdienst im Meteorologischen Observatorium am Hohenpeißenberg, der gespickt ist mit Fernseh-, Richtfunk- und Mobilfunkantennen. Schon drei Monate nach Arbeitsbeginn wurde sie krank. Suzanne möchte ihren Arbeitsplatz gern behalten: "Mit einem UKW-festen Schutzanzug könnte ich weiterarbeiten", meint sie. Der würde rund 2500 Euro kosten: "Da zahlt der Staat lieber Arbeitslosengeld, schließlich würde man sonst die Strahlenwirkung zugeben", wirft ihr Lebensgefährte nun ein.<P>Werner Funk weiß, wovon er redet. Der Diplomingenieur für Nachrichten- und Hochfrequenztechnik wird selbst wegen Blutdruckentgleisungen und Konzentrationsschwierigkeiten von einem Umweltmediziner behandelt. Von seinem Amt als Sicherheitsbeauftragter trat Funk zurück, nachdem er seinen Arbeitgeber mehrmals vergeblich auf die Gesundheitsschädigungen mehrerer Mitarbeiter hingewiesen hatte. Nun ist Funk um Aufklärungsarbeit bemüht und bietet zum Beispiel im Ammertal kostenlose Messungen in Haushalten an (Telefon 08822/94160).<P>Einige Haus- und Wohnungsbesitzer haben dies bereits in Anspruch genommen. In einer Wohnung nahe des Kleinen Theaters in Oberammergau wurden 500 Mikrowatt pro Quadratmeter gemessen, in einer Küche in Linderhof rund 100 Meter von einer Mobilfunkantenne entfernt ein Wert von 100 und im Schlafzimmer eines Hauses in Ettal, das etwa 800 Meter von einem Mobilfunkmasten entfernt steht, ebenfalls 100. Wie in einer Wohnung in Unterammergau, 300 Meter von einem Sendemasten entfernt.<P>Spezielle Vorhänge gegen die Strahlen <P>Dabei haben jüngste Erhebungen der Bamberger Ärztin Dr. Cornelia Waldmann-Selsam in Oberfranken an 356 Personen ergeben, dass schon bei 10 Mikrowatt pro Quadratmeter viele Menschen erkranken; der in Deutschland zugelassene Grenzwert für UMTS beträgt 10 000 000! Der Ettaler Hausbesitzer schirmt sich nun mit teuren, von Silberfäden durchzogenen Vorhängen ab. Eine optimale Handyfunktion ist übrigens nach Angaben des Essener baubiologischen Instituts Maes schon bei 0,001 Mikrowatt je Quadratmeter gewährleistet.<P>Werner Funk appelliert nun an die Ärzte, das Problem ernst zu nehmen und zu handeln. Sonst passiere, was der in Oberammergau niedergelassene Arzt Dr. Wolfgang Laubert prophezeie: "In zehn Jahren laufen wir alle mit Schutzanzügen herum."<P><P>Weitere Informationen zu diesem Thema im Internet unter www.aerzte-warnen-vor-mobilfunk.de und<P>www.buergerwelle.de<P>

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