Lebenslanger Einsatz für Frieden

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Starnberg &#8211; Der Physiker, Philosoph und Friedensforscher Carl-Friedrich von Weizsäcker ist tot. Der Starnberger Ehrenbürger verstarb am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Starnberg. <P>Weizsäcker, der am 28. Juni 1912 in Kiel geboren wurde, setzte sich Zeit seines Lebens für den Frieden in der Welt ein. Unter anderem war er strikt gegen die atomare Aufrüstung der Bundeswehr während des Kalten Krieges. Das 1957 von ihm mitverfasste Manifest der &#8222;Göttinger Achtzehn&#8220;, eine Erklärung führender Wissenschaftler gegen die Produktion von Kernwaffen, führte zum politischen Eklat, da zu jener Zeit in Deutschland eine Atomeuphorie herrschte. Pikant: Weizsäcker, der von 1929 bis 1933 unter anderem bei Werner Heisenberg Physik studiert hatte, nahm am deutschen Atomprogramm zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs teil. Er selber sagte später dazu, er sei froh, in Deutschland die erforderlichen Ressourcen nicht gehabt zu haben, sonst &#8222;wäre es tödlich schief ausgegangen&#8220;. <P>Der Starnberger Ehrenbürger rief 1970 das Starnberger Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt ins Leben. Erforscht wurden Themen wie die Gefahr eines Atomkriegs oder die anhaltende Umweltzerstörung. <P>In den letzten Jahren vor seinem Tod beschäftigte Weizsäcker sich immer stärker mit Wissenschaft und Moral, die im Zeitalter des Internets und der Genmanipulation seiner Ansicht nach untrennbar miteinander verbunden sind. &#8222;Nicht Optimismus, aber Hoffnung habe ich zu bieten&#8220;, sagte Weizsäcker einmal. Diese Hoffnung trug er stets in die Welt hinein. <P>Franz Maget, Chef der SPD-Landtagsfraktion, würdigte den Verstorbenen als moralisch verantwortlichen und politisch engagierten Wissenschaftler. Er sei einer der verdientesten Bürger Bayerns gewesen und habe an der Seite der Sozialdemokratie gestanden. &#8195;ds <P>

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