Ludwig Huber führte die Großgemeinde zusammen

- St. Wolfgang (har) - Das erste Gemeindeoberhaupt, das die Geschicke der neu zusammengeschlossenen Großgemeinde St. Wolfgang führte, Altbürgermeister Ludwig Huber, ist am Montag im Alter von 84 Jahren nach einer schweren Krankheit verstorben. "Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die kleinen Gemeinden Jeßling, Schönbrunn, Pyramoos, Lappach und Gatterberg schon 1971 eine freiwillige Gebietsreform durchgeführt und mehrheitlich für einem Zusammenschluss zu der Großgemeinde St. Wolfgang gestimmt haben", würdigt Bürgermeister Jakob Schwimmer die Verdienste des Ehrenbürgers.<BR>

Der gebürtige St. Wolfganger, gelernter Schneidermeister und letzter seiner Zunft, der das Handwerk noch ausgeübt hat, war seit 1954 Gemeinderat in St. Wolfgang und von 1966 bis 1974 erster Bürgermeister, und nach der Landkreisreform (1972) auch Mitglied des Erdinger Kreistages. Aus gesundheitlichen Gründen trat er von seinem Amt zurück, zog aber 1983 als zweiter Bürgermeister (bis 1994) wieder ins Rathaus ein.<P>In seiner Amtszeit hat Huber den Bau der St. Wolfganger Grund- und Teilhauptschule vorangetrieben. "Das war ein gewaltiger Kraftakt, und wir haben ihm damit viel zu verdanken", sagt Schwimmer. Auch die Infrastruktur habe Huber in geordnete Bahnen gebracht. Bei seinem Amtsantritt war fast keine Gemeindestraße ausgebaut - von 50 Fahrbahnen waren nur zwei Kilometer geteert. Huber leierte die ersten Verbesserungsmaßnahmen an.<P>"Er war ein sehr bescheidener Mensch", erzählt Schimmer über seinen Vorgänger, der auch elf Jahre lang sein Vize war. Huber war in den letzten Jahren schon schwer krank und lebte in einem Altenheim in Haag. Seine Frau Gertraud starb vor drei Jahren. Mit ihr hatte er zwei Söhne und zwei Töchter groß gezogen. Doch 1990 musste er einen Sohn zu Grabe tragen.<P>

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