Nicht zu stoppen: Marco Pfleger, der zum Stammspieler in der DEL gereift ist – hier noch im Trikot der Tölzer Löwen. foto: p. staar

Marco Pfleger: „Die Nominierung ist klasse“

Bad Tölz - Eine unglaubliche Entwicklung hat Eishockeystürmer Marco Pfleger in den vergangenen zwei Jahren gemacht.

Aus der Bayernliga kam der 22-jährige Peißenberger zu den Tölzer Löwen, wurde mit diesen auf Anhieb Oberliga-Meister und empfahl sich als Profi für die Nürnberg Ice-Tigers in der DEL. In diesen Tagen wurde der gebürtige Peißenberger in die Nationalmannschaft berufen.

-Glückwunsch zu Ihrer Nominierung, Herr Pfleger. Wie fühlt man sich als Debütant im Nationalteam?

Großartig, die Nominierung ist klasse. Es ist schön zu sehen, dass man als Spieler das Interesse des Bundestrainers geweckt hat.

-Hat Sie Bundestrainer Pat Cortina höchstpersönlich angerufen?

Nein, wir haben uns noch nicht persönlich gesprochen. Die Einladung habe ich per E-Mail bekommen. Aber das ist letztlich egal. Wichtig ist, dass ich diese schöne Bestätigung für meine kontinuierliche Arbeit bekommen habe. Ich freue mich jedenfalls sehr, Pat Cortina beim Lehrgang kennenzulernen.

-Vor zwei Jahren Bayernliga, dann Oberliga und DEL, nun Nationalmannschaft. Wie wichtig waren die eineinhalb Jahre bei den Tölzer Löwen?

Immens wichtig. Ohne diesen Schritt wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin - das war ein Karriere-Sprungbrett. In der Bayernliga habe ich gedacht, dass ich ein großartiger Spieler bin. Aber bei den Löwen ging die Post richtig ab. Vom Trainer-Trio Flocko und Lenz Funk sowie Randy Neal habe ich unglaublich viel gelernt - vor allem vom alten Funk. Der hat mir viel mitgegeben.

-Was zum Beispiel?

Als Stürmer habe ich in Peißenberg vor allem aufs Toreschießen geschaut. Aber das ist nur das halbe Eishockey. Offensive und Defensive gehören gleichermaßen dazu, wenn man diesen schnellen Sport auf höchstem Niveau ausübt. Ich würde sagen: 80 Prozent meiner Entwicklung gehen auf die Tölzer Zeit zurück.

-Was nehmen Sie sich in den beiden Länderspielen gegen Lettland vor?

Also soweit ist es längst noch nicht. Der DEB hat für den Lehrgang vor den Länderspielen am 17. und 18. Dezember insgesamt 30 Spieler einberufen. Von denen werden noch acht ausgesiebt; übrig bleiben 22 Spieler für den endgültigen Kader. Zu dem hoffe ich natürlich dazu zu gehören. Bis dahin konzentriere ich mich auf Nürnberg, um bei den Ice Tigers auch weiterhin ansprechende Leistungen zu zeigen. Sollte es dann tatsächlich zu meinem ersten Länderspiel kommen, hoffe ich in erster Linie, dem Adler auf meiner Brust keine Schande zu machen. Die Nationalmannschaft ist halt doch das höchste der Sportler-Gefühle.

-Welche Schlagzeile würden Sie nach den Länderspielen gerne über sich lesen?

Deutsches Team hat zweimal gegen Lettland gewonnen.“ Das wäre schon mal eine schöne Headline. Insgeheim träume ich von einem Tor - das wäre die absolute Krönung.

Das Gespräch führte

Wolfgang Stauner

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