Mauggen schwelgt im Jubeljahr in Nostalgie

- 950-Jahr-Feier mit Oldtimer-Umzug und historischem Markttreiben

Kemoding/Mauggen (gse) - Vor 65 Jahren war er die Sensation, um derentwillen das ganze Dorf zusammenlief. Jetzt wird der Dechentreiter Dreschwagen noch ein weitaus größeres Publikum anziehen. Zur 950-Jahr-Feier Mauggens ist der Oldtimer von Rudolf Obermeier aus Kemoding eine der Attraktionen beim historischen Markttreiben am morgigen Donnerstag.

Vor einem halben Jahr spendierte ein Landwirt aus Wartenberg seinen längst ausrangierten Dreschwagen den gerade gegründeten Oldtimerfreunden in Kemoding, auf dass er nach 20 Jahren in der Scheune wieder in gute Hände kommt. Besser hätte er es nicht treffen können, denn weil "heutzutage alles kaputtgemacht und weggeschmissen wird", versteht sich der Verein als Arche Noah, der von den einstmals unentbehrlichen Gerätschaften einiges in die moderne Zeit hinüberretten will, erklärt Vorsitzender Rudolf Obermeier. Zusammen mit Josef Huber und anderen Kameraden investierte er Zeit, Fleiß und einiges an Geld. Einen ersten Probelauf hat der Dreschwagen bereits hinter sich und präsentierte sich dabei erstaunlich rund und ruhig.

Die Oldtimerfreunde Kemoding werden noch mit anderen Prunkstücken ihrer Sammlung in Mauggen vertreten sein. Obwohl der Verein seit seiner Gründung von 23 auf 46 Mitglieder angewachsen ist, reicht es noch nicht, um alle Fahrzeuge zu bemannen. Aber so heiße Öfen wie die 250er BMW aus dem Jahr 1949 werden selbstverständlich vorgeführt, und das "Fendt Dieselross", der tuckernde Zossen früherer Furchenritter, darf auch nicht fehlen.

Das historische Marktreiben in Mauggen beginnt morgen um 10 Uhr mit dem Oldtimertreffen und Teilemarkt. Beim Weißwurst-Frühschoppen mit musikalischer Unterhaltung durch die "Hoglbuachan" darf der Kenner fachsimpeln und der Laie neugierig sein. Nach dem Mittagstisch (12 Uhr) finden der Oldtimer-Umzug und das historische Markttreiben statt. Hufschmied und Besenbinder, Sattler, Seilmacher und Wagner zeigen ihre Handwerkskunst, und beim Münzprägen, Honigschleudern und Butterrühren fühlt man sich um Jahrhunderte zurückversetzt.

Für die kleinen Gäste gibt es außerdem eine Strohballen-Pyramide, Puppentheater, Kinderschminken, Bogenschießen und einen Gaudiwettbewerb mit einer alten Handfeuerwehrspritze. Abends heizen die Jetzendorfer Hinterhofmusikanten im Festzelt kräftig ein (Beginn 19 Uhr). Der Eintritt dazu ist frei!

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