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Titelrennen spitzt sich zu – Murnaus Reserve unterliegt Schlusslicht Antdorf II

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Von: Oliver Rabuser, Andreas Mayr

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Jubel nach dem Ausgleich: Die Oberammergau herzen Florian Noll (Nummer elf), der gegen Eberfing das zwischenzeitliche 1:1 markiert hat.
Jubel nach dem Ausgleich: Die Oberammergau herzen Florian Noll (Nummer elf), der gegen Eberfing das zwischenzeitliche 1:1 markiert hat. © ANDREAS KÖGL

Oben wird die Luft dünner: Mittenwald und Oberammergau rücken dem Spitzenduo der Fußball-A-Klasse auf die Pelle. Auch dank Eschenlohe: Der SVE triumphierte über den Tabellenzweiten aus Söchering. Am anderen Ende ist der Abstand ebenfalls geschrumpft, weil Antdorf II gegen Murnaus Reserve dreifach punktete und Grainau nicht über ein Remis hinaus kam.

SV Krün – SC Huglfing 2:0 (2:0)

Schiedsrichter: Kenan Hadzic; Zuschauer: 100; Tore: 1:0 Holzer (12.), 2:0 Holzer (24.)

Das Ergebnis fiel angesichts der vielen Chancen arg niedrig aus, dafür machte Stephan Benz „von der Einstellung eines unserer Besten Spiele“ aus. Klar ist es ärgerlich, wenn im zweiten Abschnitt etliche Großchancen vergeben werden, dabei sogar einige Kicker völlig blank vor dem Tor auftauchten. „Aber zwei Tore reichen, wenn man hinten keine Fehler macht“, zeigt sich der Coach zufrieden. Hubert Holzer traf zunächst nach einem Ball in die Tiefe, dann im zweiten Versuch, nachdem er zunächst per Kopf nur die Latte anvisierte. „Es war eine Frage der Zeit, bis wir die Tore machen“, meint Benz, der von der ersten Minute an eine gallige Krüner Mannschaft sah, die nunmehr im Aufstiegsrennen auf die Zielgerade einbiegt.  (or)

SV Eschenlohe – SV Söchering 1:0 (1:0)

Schiedsrichter: Stefan Rießenberger (TSV Peißenberg); Zuschauer: 60; Tore: 1:0 Böhmer (9.)

Den Coup gegen Söchering hat Florian Mayr lange geplant. Eschenlohes Trainer bediente sich an den Szenen der Vorwoche. Mit Hilfe der Niederlage gegen Eberfing fand er die Schlüssel, die zum 1:0-Erfolg führten. Kompakter stehen, den Ball länger halten, Zweikämpfe ernsthaft annehmen – für diese „Basisdinge“ hat man sich viel Zeit genommen. Das Resultat sahen die Zuschauer in den ersten 20 Minuten, in denen ein verwandelter SVE den Sieg klar machte. Lukas Böhmer schoss in Minute neun das 1:0 – der elfte Treffer des jungen Stürmers, so etwas wie die Entdeckung der Saison. In Hälfte zwei verpassten es die Platzherren trotz vieler freier Räume und Konter, das zweite Tor zu markieren. Machte nichts, weil sich die Mannschaft auf Torwart Bernhard Gulbis verlassen konnte.  (am)

TSV Oberammergau – TSV Murnau II 2:0 (1:0)

Schiedsrichter: Walter Hendlmeier (FT Starnberg 09); Zuschauer: 50; Tore: 1:0 Noll (14.), 2:0 Pekhamarat (90.+1)

Oberammergaus Trainer Markus Mayer attestiert seiner Mannschaft „nicht gerade ihren besten Auftritt“. Murnaus Abteilungsleiter Michael Adelwart, an diesem Tag der Verantwortliche bei den Gästen, nennt es „eine sehr zerfahrene Partie, vor allem in der ersten Halbzeit“. So war der Treffer von Florian Noll so ziemlich der einzige Höhepunkt vor dem Seitenwechsel. In Halbzeit zwei kamen die Gäste vom Staffelsee besser in die Partie, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erspielen. Die Gastgeber taten sich ebenfalls schwer. So dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe Nedim Pekhamarat seine Farben endgültig erlösen konnte.  ak

FC Mittenwald – ASV Antdorf II 2:0 (2:0)

Schiedsrichter: Ioannis Hristoforidis (FC Megas GAP); Zuschauer: 20; Tore: 1:0 Schug (9.), 2:0 Glöckner (45.)

Jeder kennt den Spruch vom guten Pferd, dass nur so hochspringt, wie es muss. In diesem Fall heißt das Pferd FCM. Denn Coach Helmut Schug sagte nach der Partie: „Die haben nichts gemacht, also haben wir auch nichts gemacht.“ Fast nichts, nur das Nötigste. Ein 20 Meter-Schuss von Markus Schug (9.) ins Kreuzeck sowie ein Treffer von Joshua Glöckner kurz vor der Pause genügten. Wobei Glöckner nicht einfach nur ins, sondern quasi durchs Tor schoss. „Da war ein Loch im Netz, das vorher nicht da war. Das hat der Schiedsrichter vorher überprüft“, erzählt der FC-Coach. Über die restliche Spielzeit konnte er seinen Mannen – zehn Ausfälle – schonen, weil Antdorf „kein Fußball spielen wollte“.  (phi)

FC Mittenwald – 1. FC Penzberg II 2:0 (1:0)

Schiedsrichter: Paul Thiel (TSV Farchant); Zuschauer: 20; Tore: 1:0 Geigl (23.), 2:0 Geigl (51.)

Chancengleichheit vor der Partie: Während Penzberg mit zwölf Mann angereist war, hatte der FCM zwölf Ausfälle zu beklagen. Darunter auch beinahe Michael Geigl. „Er rief mich 45 Minuten vorher an und sagte, er könne nicht spielen, weil er sich zweimal übergeben hat“, erzählt Coach Helmut Schug. Geigl probierte es dennoch, zunächst aber schien es, nicht sein Tag zu sein. In Minute fünf wurde er gefoult, dabei sein Schuh zerstört. Zufällig hatte der Mittelfeldakteur ein zweites Paar dabei und avancierte per Doppelpack noch zum Matchwinner. „Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht“, kommentiert Schug. Generell hatte sein Team mit Penzbergs Reserve keine Probleme. „Die sind zwar technisch gut, aber keine richtige Mannschaft.“ (phi)

SC Eibsee Grainau – SG Oberhausen/W. 1:1 (0:1)

Schiedsrichter: Michael Grotz (WSV Unterammergau); Zuschauer: 50; Tore: 0:1 Schüller (22.), 1:1 Elsner (48.); Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot wegen Meckerns für Maier (80./SG) und Elsner (88./Grainau); Hauck verschießt Elfmeter (36./Grainau)

Es gibt diese Spiele, nach denen man einfach nicht weiß, was man nun damit anfangen soll. So erging es auch Coach Andreas Zinn. Immerhin hatte Grainau einen Punkt geholt, „aber eigentlich haben wir zwei verschenkt“. Zum einen haben die Eibsee-Kicker tatkräftig bei ihrem Gegentor mitgeholfen, zum anderen beste Chancen ausgelassen. Im Mittelpunkt zweier Szenen stand Maximilian Hauck. Zunächst beging er die Todsünde namens Querpass durch den eigenen Sechzehner, Tobias Schüller sagte mit dem 0:1 Danke. Eine Viertelstunde später scheiterte Hauck per Elfmeter und kassierte dabei die Höchststrafe: Der Keeper hielt den Ball fest. Kurz nach der Pause stellte Stefan Elsner per feinem Heber auf 1:1. Fortan war Grainau am Drücker, bekam aber den Ball nicht nochmals im Tor unter. Auch nicht Thomas Fischer, der im Eins-gegen-eins mit dem SG-Keeper die Kugel wie ein Footballer weit über das Gehäuse drosch.  (phi)

SV Eschenlohe – FC Megas GAP 1:0 (1:0)

Schiedsrichter: Mahmoud Adlouni (MTV Berg); Zuschauer: 80; Tore: 1:0 Barth (43.); Gelb-Rot: Khalil (87./Megas)

Spielerisch mau, Tempo mau, Chancen mau. In Summe ergibt das ein klassisches 0:0. Hätten auch beide Seiten so unterschrieben. Doch am Ostermontag machte Eschenlohes Anselm Barth den Unterschied, indem er per Schlenzer in Minute 43 traf. Der SVE war müde vom Spiel am Samstag. „Das wollten wir eigentlich ausnutzen“, erzählt Megas-Spieler und -Abteilungsleiter Ioanis Hristoforidis. Klappte aber nicht. Ebenso wenig ging auf der Gegenseite zusammen. „Spielerisch haben wir viel vermissen lassen“, gesteht SVE-Coach Florian Mayr. Doch beklagen wollte er sich keinesfalls angesichts der Ausbeute am Osterwochenende. „Sechs Punkte, kein Gegentor – Was will man mehr?“  (phi)

ASV Antdorf II – TSV Murnau II 1:0 (0:0)

Schiedsrichter: Michael Brandl (FSV Höhenrain); Zuschauer: 45; Tore: 1:0 Poschenrieder (61.); Gelb-Rot: Kollmann (80./Murnau)

Die Antdorfer, das Schlusslicht der Liga, sind im Vergleich zur Partie am Samstag gegen Mittenwald ihrem Spielprinzip treu geblieben: lang raus und hoffen, dass sich vorne etwas ergibt. Hat sich, einmal. In Minute 61 erzielte Florian Poschenrieder das Tor des Tages. Zum Unmut der Gäste. „Ein Standard, das reicht derzeit leider gegen uns“, räum Murnaus Coach Michael Schmid ein. Sein Team wusste schlichtweg zu wenig mit dem stetigen Ballbesitz anzufangen. Der belief sich auch nach dem Platzverweis von Florian Kollmann (80./wiederholtes Foulspiel) noch auf „gefühlt 90 Prozent“. Ein Tor erzielten die Gäste, wurde aber wegen Abseits’ aberkannt. So blieb Schmid nichts anders übrig als zu resümieren, dass er und seine Spieler „noch viel Arbeit vor uns haben, damit wir auch gegen solche Gegner die richtigen Lösungen finden“.  (phi)

SV Uffing II – SV Söchering 1:3 (0:1)

Schiedsrichter: Hubert Tobies (FSV Höhenrain); Zuschauer: 75; Tore: 0:1 Pizon (39.), 0:2 Nebl (60.), 1:2 Sperer (75.), 1:3 Kölbl (80.)

Das Fazit von Uffings Coach Florian Neuner: „So gut sind die nicht.“ Die, das sind die Söcheringer, die Platz zwei in der Tabelle bekleiden. Wenn Neuner alle Mann an Bord gehabt hätte und die dann auch noch „normal“ auf dem Platz agierten hätten, „können wir da mitspielen“. War aber nicht der Fall, weil Uffings Reserve in Halbzeit eins nicht in die Spur fand. „Kein Kampf, keine Leidenschaft, gar nichts“, wählt Neuner deutliche Worte. Besserung trat in Hälfte zwei ein, auch der 1:2-Anschlusstreffer durch Tobias Sperer fiel. Doch nur fünf Minuten später war die Partie mit dem 1:3 entschieden. (phi)

TSV Oberammergau – SV Eberfing 2:1 (1:1)

Schiedsrichter: Christian Zeilbeck (1. FC Garmisch-Partenkirchen); Zuschauer: 50; Tore: 0:1 Plonner (30.), 1:1 Noll (36.), 2:1 Otto (47.); Gelb-Rot: Pekhamarat (55./TSV)

Oberammergaus Urgestein Rudi Drewing war völlig verwundert. Nach Schlusspfiff standen die Gastgeber im Kreis und bejubelten den Sieg. Drewing war von einem 1:1 ausgegangen, den zweiten Treffer des TSV kurz nach Wiederanpfiff hatte er nicht mitbekommen. So erzählte er auch jedem, der es wissen wollte, gerne von einem Unentschieden. Damit hatte er anschließend die Lacher auf seiner Seite. Wie auch TSV-Trainer Markus Mayer und seine Spieler, die sich 35 Minuten in Unterzahl den Eberfinger Angriffen erwehrten. Sämtliche Treffer waren schon zuvor gefallen. SVE-Torgarant Martin Plonner stocherte den Ball zum 1:0 über die Linie, ehe Florian Noll nach feiner Kombination den Halbzeitstand markierte. Keine zwei Minuten war der zweite Spielabschnitt alt, als Marvin Otto durch starkes Pressing das Leder eroberte und im Netz versenkte. „In Unterzahl war es sicher nicht einfach, aber die Jungs haben alle super gekämpft, und Torhüter Korbinian Haag hat uns mit zwei tollen Paraden den Sieg festgehalten.“ Über den sich mit etwas Verspätung auch Drewing umso mehr freute.  (ak)

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