München: Zweitwohnungssteuer tritt in Kraft

- München - Von diesem Mittwoch an wird auch in München eine Zweitwohnungssteuer erhoben. Die Stadt erwartet sich nach ersten Schätzungen davon jährliche Mehreinnahmen von gut zwölf Millionen Euro. Nach Angaben des Bayerischen Gemeindetags erheben inzwischen bereits rund 140 Städte und Gemeinden im Freistaat eine Zweitwohnungssteuer - allerdings in unterschiedlicher Höhe.

In München beträgt die Steuer bei gemieteten Zweitwohnungen neun Prozent der jährlichen Nettokaltmiete, bei Wohneigentum neun Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete. Von der Steuer befreit sind nur beruflich bedingte Nebenwohnsitze von Verheirateten, die außerhalb Münchens eine gemeinsame Hauptwohnung haben.

Die Kommunen in Bayern dürfen seit dem Sommer 2004 wieder Steuern auf Zweitwohnungen erheben. Diese Regelung gehörte zu dem von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) ausgerufenen "Pakt für die Kommunen". Innenminister Günther Beckstein (CSU) hatte im März 2004 nach dem Kabinettsbeschluss für den entsprechenden Gesetzentwurf erklärt: "Damit stärken wir die Selbstverwaltung der Kommunen und eröffnen ihnen bei der Erzielung von Einnahmen größere Handlungsspielräume."

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