Neue Geschäfte sollen im September öffnen

- Dorfen (har) - "Im September wird die Marienhof-Passage wieder so gut wie voll sein", sagte der Vermieter der Ladenflächen, Robert Decker, gestern zu den jüngsten Geschäftsaufgaben in der Dorfener Innenstadt. Ein Bäcker, ein Modefachgeschäft sowie eine Boutique für Geschenkartikel und Accessoires sollen in Kürze wieder in die Geschäftspassage einziehen. "Mit einem weiteren Nutzer stehen wir kurz vor dem Vertragsabschluss", so Decker.<BR>

Der Laden "Imprimis" steht vor dem Aus, die Modegeschäfte "Mode Monti" und "M 2" sowie die Bäckerei "Maurer" haben die Einkaufspassage schon geräumt. Als eine der Ursachen nennt Decker zwar die Schließung des HZ City Centers, mit dem der letzte Lebensmittelladen aus dem Zentrum verschwunden ist. "Damit ist die Kundenfrequenz in der Innenstadt geringer geworden." Dennoch sieht der Bauträger nicht schwarz: "Ich bin überzeugt, dass die neuen Geschäfte wieder lange laufen." Die alten seien immerhin an die sieben Jahre da gewesen. "Es wird immer Wechsel geben, das ist ganz normal."<P>"In Dorfen haben wir die Situation, dass die Marktplätze zu groß geworden sind", meint Decker. Hier sei der Auszug der großen Märkte auf die Grüne Wiese eben augenscheinlicher als beispielsweise in Taufkirchen. Auch wenn man die Gründe für die Schließungen nicht über einen Kamm scheren könne, macht der Vorsitzende des Förderkreises Dorfen, Dieter Sauer, doch das Billigkauf-Verhalten der letzten zehn Jahre für die Misere des Einzelhandels verantwortlich. Die Kunden müssten irgendwann selber merken, was Qualität ausmacht. "Und es scheint auch eine allgemeine Tendenz zu geben, dass Fachgeschäfte wieder mehr Zulauf bekommen."<P>Mehr Fachgeschäfte würde sich der Förderkreis-Vorsitzende auch für die Dorfener Innenstadt wünschen - etwa für Unterhaltungselektronik, CDs und DVDs. Der Discounter Rossmann, der an dem Krach-Grundstück an der B 15 Interesse gezeigt hatte und den sich vor allem junge Dorfener wünschten, würde mit seinem breit gestreuten Angebot mit Drogerien am Unteren Markt konkurrieren. "Ein Breitsortimentler wäre in der Innenstadt allgemein nicht so gut", befindet Sauer.<P>

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