Don Peperoni kochte Gäste weich

- Jenneweins schwerer Bittgang - Flinte ins Korn geworfen

VON GERT SEIDEL Grünbach - Ordentlich ins Schwitzen kamen die Jenneweinschützen Mauggen bei ihrem Patenbittgang in Grünbach. Mit einem mediterranen Menü, schärfer als die Kante des Scheitels, handelten die Strognschützen 190 Liter Bier und ein Weißwurstessen beim Gründungsfest heraus.

Vom 22. bis zum 25. Mai wollen die Jenneweinschützen das 50-Jährige feiern, und als Paten erschienen die Strognschützen von Schützenmeister Josef Singldinger nicht zuletzt deshalb besonders geeignet, weil sie den Jenneweinschützen schon zum Bittgang das Bier spendieren wollten. Das lockte rund hundert Mauggener, laut Schützenmeister Georg Mesner allesamt sparsam, nach Grünbach.

Bei Unterhaltung mit Musik und Witz von den "Drei Unwichtigen", mit Gstanzln unterstützt von Moderator Hans Weiher, ließ sich der Abend gut an, hätte es Mesner mit der von ihm gerühmten Genügsamkeit nicht übertrieben.

Lächerliche 50 Liter wollte er dem Paten spendieren, nicht mehr als ein Tropfen auf den trockenen Gaumen, zählen die Unterstrogner doch 52 durstige Schützen. Was es heißt, einen ordentlichen Durst zu haben, erfuhren Festdamensprecherin Cornelia Hintereder, Schirmherr Bürgermeister Hans Schreiner, Schützenkönig Sepp Altmann, Festausschussvorsitzender Anton Rauch, Kassier Anton Altmann, zweiter Vorsitzender Martin Mair und Schriftführer Alois Ober am eigenen Leib. Zunächst löffelten sie mit Mesner die Suppe aus, die der ihnen eingebrockt hat. Mehr als die eher schüchtern verwürzte Grundlage hatte zuvor jedoch eine Kniekontrolle die Freigiebigkeit erhöht. Nicht nur Hintereder zeigte Bein und Bandage, auch Mesner hatte das edle, aber erkrankte Geläuf geschützt und versprach 20 Liter Bier, damit die Polsterung bleiben durfte.

Weitaus robuster ist sein Magen: Er war der einzige, dem die Pizza zusagte, obwohl beim Essen mehr Schweiß vergossen wurde als beim Arbeiten. "Don Peperoni", der Leibkoch des Paten, hatte sein Bestes gegeben. Das animierte nicht nur, mit dem Vereinsangebot höher zu gehen. Altmann und Ober versprachen, jeweils zehn Liter aus eigener Tasche zu zahlen.

Die Jenneweinschützen wähnten sich schon gerettet, als Weiher sich vollends auf die Seite der Strognschützen schlug und auf ein Weißwurstessen bestand.

Bürgermeister

gab seinen Senf dazu

Schreiner, zunächst nur bereit, seinen Senf dazuzugeben, zeigte sich nach einem gründlich versalzenen Tiramisu spendabler.

Damit hatte Singldinger zur Zufriedenheit der seinen 190 Liter Bier, einen - hoffentlich besseren - Imbiss und vier Eintrittskarten samt Freimaß`n herausgehandelt.

Zur Abrundung des Abends und zum Pläisier der überlebenden Mauggener verzauberte Karlheinz Schröder als "Subaro" das Publikum mit Magie und Fingerfertigkeit.

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