Planungsvertrag als erster Schritt zum S 8-Ausbau

- VON DIETER DORBY Landkreis - In den viergleisigen Ausbau der S 8 zwischen Pasing und Buchenau kommt Bewegung: Gestern unterzeichnete Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber zusammen mit Vertretern der Bahn AG die entsprechenden Planungsvereinbarungen. Bis spätestens Mitte 2009 soll das Verfahren abgeschlossen sein. Die Anrainergemeinden begrüßten diesen Schritt.<BR>

<P>Der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Buchenau wird einhellig als Grundvoraussetzung angesehen, damit die Verbesserungen durch die geplante zweite Stammstrecke in München sich auch auf der S 8 auswirken können. Dann kann der Regional-, Fern- und Güterverkehr unabhängig von der S-Bahn fließen. Wie Ministeriumssprecherin Anka Zielezinski erklärte, soll das mit 10,4 Millionen Euro ausgestattete Planungsverfahren bis Ende 2008, spätestens bis Mitte 2009 abgeschlossen sein.<P>"Das haben wir schon lange angestrebt", freute sich Landrat Thomas Karmasin. Wenn Nah- und Fernverkehr getrennt von einander abgewickelt werden können, bedeute dies weniger Verspätungen für die Fahrgäste. Landtagsabgeordneter Reinhold Bocklet (CSU) begrüßte ebenfalls den Vertrag und forderte, dass bei den finanziellen und planerischen Voraussetzungen alles getan werde, damit der viergleisige Ausbau zusammen mit der Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke abgeschlossen wird. Als besonders dringlich bezeichnete Bocklet die Umgestaltung des Westkopfes in Pasing. Mit dessen Ausbau müssten Bund und Bahn beginnen, sobald die planungsrechtlichen und finanziellen Voraussetzungen vorliegen.<P>In Eichenau ist man laut Bürgermeister Hubert Jung bereits bestens vorbereitet: "Wir haben beim Bau unserer Bahnunterführung ebenso den viergleisigen Ausbau berücksichtigt wie beim Bahnhof." Dass das Projekt jetzt konkret begonnen werde, "freut mich sehr".<P>Sein Puchheimer Amtskollege Herbert Kränzlein hofft nun, dass "der Planung schnell die Realisierung folgt". Die Gemeinde will sich zudem für ihre Vorstellungen einsetzen. So fordert der Rathauschef einen behindertengerechten Zugang zum Bahnhof, einen optimal abgestimmten Lärmschutz und Park-&-Ride-Plätze. Eine "Minimalleistung" wolle man mit Blick auf die Ortsmitteplanung nicht akzeptieren. Kränzlein: "Es ist unglaublich wichtig, dass beide Projekte aufeinander abgestimmt werden."<P>

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