Politiker-Sohn kauft Schloss Hirschberg

- Andreas Gröber will in geschichtsträchtigem Anwesen einen Reitstall einrichten

Weilheim (gre) - Die unendliche Geschichte um den Verkauf von Schloss Hirschberg bei Weilheim ist vorbei. Das für 3,9 Millionen Euro vom Bundesvermögensamt angebotene 35-Zimmer-Anwesen gehört ab sofort Andreas Gröber. Der 29-jährige Unternehmer aus Berg (Kreis Starnberg) ist Sohn des Ex-CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Gröber, der bis zu seinem Parteiaustritt Mitte 2002 immer wieder in den Schlagzeilen stand.

"Wir sind erleichtert, dass es nun geklappt hat", freute sich Otto Mayr vom Bundesvermögensamt. Mehrmals schien der Verkauf des Schlosses, zu dem der idyllische Haarsee sowie 30 Hektar Wald und Wiese gehören, schon perfekt zu sein, scheiterte aber immer wieder aus unterschiedlichen Gründen. Sogar ein Swinger-Club sollte in dem um 1900 erschaffenen Prachtbau eingerichtet werden. "Einige hundert Interessenten gab es", so Mayr, der sich nicht mehr an die genaue Zahl erinnern kann. Das geschichtsträchtige Schloss diente ab 1943 als Gästehaus des Reichsaußenministeriums, dort wohnten kurzfristig der italienische Duce Benito Mussolini und der ungarische Reichsverweser Nikolaus von Horthy. Nach dem Erwerb durch die Bundesrepublik nutzte der Bundesnachrichtendienst das Anwesen bis zum Jahr 2000 als Schulungsgebäude. Seitdem stand es - bis auf Film-Dreharbeiten - leer.

Gröber will in dem Schloss einen Reiterhof gehobenen Stils mit zehn Appartments einrichten. Doch ein geplanter Pferdestall mit Bewegungshalle und Reitplatz wurde vom Weilheimer Stadtrat noch nicht genehmigt: Auch der Nachbar Freiherr Christoph von Hirschberg plant ein ähnliches Projekt. Beide Vorhaben muss das Landratsamt als landwirtschaftlich privilegiert einstufen.

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