Porno-Queen schämt sich für Nacktszene

- Es gibt etwas, wovon Porno-Darstellerin Kyra Shade grundsätzlich die Finger lässt. "Ich kann Ihnen Millionen Zeugen nennen, die bestätigen, dass ich nie einen Tropfen Alkohol trinke", sagte sie am Montag vor dem Amtsgericht. Auf die verheerenden Wirkungen von zwei Maß Bier führte die 32-jährige Frankfurterin einen Exzess zurück, bei dem sie selbst im Mittelpunkt stand.

An einem lauen Juniabend vergangenen Jahres ließ sich sich von mehreren Jugendlichen auf den Schultern durch das Hofbräuhaus tragen. Ihr Dirndl war hochgeschoben. Unterwäsche trug Shade nicht. Während ein paar junge Schweizer eifrig Fotos von den schönen Schenkeln schossen, alarmierten weniger amüsierte Besucher die Polizei.

Am Montag stand sie unter ihrem bürgerlichen Namen Simone S. vor dem Amtsgericht - wo sie sich betont bürgerlich gab. Die Kleider hochgeschlossen, die Haare zurückgebunden, gab sie auf jede Frage des Richters auf das Höflichste Auskunft.

Alkohol-Exzess oder PR-Aktion?

Beinahe empört wies sie die Vermutung des Richters zurück, dass das Ganze kein unbeabsichtigter Exzess, sondern eine wohldurchdachte PR-Aktion gewesen sei: "Also ich schwöre Ihnen Stein auf Bein, das war überhaupt nicht gewollt." Nein, sie sei eben eine Person, die im öffentlichen Leben stehe. Als solche sei sie von Fans im Hofbräuhaus angeprochen worden. Vom Bier enthemmt, habe sie sich von mehreren jungen Schweizern auf die Schultern nehmen lassen. Irgendeiner sei frech geworden und habe ihr das Dirndl hochgezogen, was sie aber nicht bemerkt haben will. Ja, es komme schon einmal vor, dass sie das Haus ohne Unterwäsche verlasse. Dass Fotografen mit von der Partie gewesen seien, habe nichts zu bedeuten. Man habe tagsüber gemeinsam PR-Termine gehabt, in der Schwemme sei man längst wieder privat gewesen.

"Später ist mir erzählt worden, was passiert ist. Es war mir alles wahnsinnig peinlich."

Nach halbstündiger Verhandlung wurde die Sache eingestellt - dank dem Gutachter. Er erklärte dem Richter in einer kurzen Prozesspause, dass zwei Maß Bier bei 1,60 Zentimeter Größe, 50 Kilo Körpergewicht und sonstiger Abstinenz leicht derartige Entgleisungen bewirken können. Dafür muss die die Porno-Darstellerin 900 Euro an die Organisation "Stopp dem Frauenhandel" überweisen. Zugrunde gelegt wurde ihr Festgehalt. Es beträgt angeblich 1200 Euro im Monat.

Auch interessant

Kommentare