Private Geldgeber sollen die Kreisstadt mitgestalten

- VON MICHAEL SEEHOLZER Ebersberg - "Der Wahlkampf dient dazu, die eigenen Projekte zu überdenken", sagte der Ebersberger Bürgermeister Walter Brilmayer gestern bei der Präsentation seiner Broschüre "Die Zukunft im Blick - Ebersberg im Herzen". Das Motto sei ihm bei einem Spaziergang durch die Kreisstadt eingefallen. Und auf einen solchen Spaziergang will er in seinem Flyer die Ebersberger Bürger mitnehmen - vorbei an Projekten die schon verwirklicht wurden und an solchen, die noch geplant sind.<BR>

<P>"Das ist das schönste Amtszimmer im Landkreis, schöner als das des Landrats", sagt Brilmayer über seinen Arbeitsplatz. Bürgermeister der Kreisstadt zu sein, mache ihm Spaß. "Das kann ich", meint der CSU-Mann selbstbewusst und dankt im gleichen Atemzug dem politischen Gegner für die gemeinsame Arbeit im Stadtrat. Er sei gerne Bürgermeister der Kreisstadt, vor allen Dingen deswegen, weil jetzt die Projekte zum Tragen kämen, die auch auf seine Initiative hin angegangen worden seien. "Die ersten sechs Jahre habe ich nur das zu Ende gebracht, was mein Vorgänger begonnen hat."<P>Der Wahlkampfflyer ist ein Aufgabenkatalog, in dem der Ausbau des Stadtsaales, die völlige Neugestaltung des Bahnhofsbereichs, ein neues Verkehrskonzept für Fußgänger, Rad- und Autofahrer sowie weitere Flächen für die Jugendarbeit herausragen. Auch die Erhaltung des Hallenbades gehört dazu, das jährlich von 45 000 Besuchern genutzt wird. "Man kann aber nicht alles um jeden Preis erhalten", beantwortet der Rathauschef die Frage nach der Finanzierung.<P>Überhaupt, das liebe Geld: Brilmayer setzt auf private Investoren und verweist darauf, dass diese Methode zum Beispiel beim Reischlhof, der neuen Seniorenresidenz in Ebersberg, gut funktioniert habe. "Das hat uns keinen Cent öffentliche Gelder gekostet." Trotzdem sei es der Stadt gelungen, sich die Mitsprache bei der Belegung zu sichern. Eine ähnliche Partnerschaft schwebt dem Rathauschef auch bei der Neugestaltung des Ebersberger Bahnhofs vor, wo er kleine Geschäfte und ein Reisebüro ansiedeln möchte. Die sparsame Haushaltsführung der letzten Jahre und steigende Gewerbesteuereinnahmen würden entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen, ist Brilmayer zuversichtlich.<P>Kritik des Einzelhandels, zum Beispiel an der Ansiedlung des Baumarktes, lässt er dabei nicht gelten: "Der Kunde braucht was, wo er gut einkaufen kann."<P><P><P>

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