Der Lohn für weite Wege: Florian Strobl trifft gegen Stefan Horneber zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Peiting. Foto: esc

Ein Punkt Belohnung für weite Laufwege

Bad Tölz - Was die Peitinger an Effizienz vorlegten, machten die Löwen mit großer Laufarbeit wett. So hatten sie sich den Punkt nach der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen mehr als verdient.

Gäbe es Punkte für engagiertes Spiel – die Löwen stünden sicher weit oben in der Tabelle. Doch auch im Eishockey gibt es nur für Tore Zählbares. So kamen die Tölzer zwar beim letzten Spiel des Jahres am Mittwochabend nicht zur vollen Punkte-Ausbeute, obwohl sie die weitaus längeren Strecken auf dem Eis zurücklegten. Doch immerhin holten sie sich wenigstens einen Zähler, weil sie unter großem Einsatz zweimal einen Rückstand ausglichen und sich ins Penaltyschießen retteten. Damit behalten sie den Play-off-Platz acht über den Jahreswechsel.

Die Gastgeber taten viel mehr fürs Spiel als die Pfaffenwinkler und erarbeiteten sich mehr Chancen. Allerdings gerieten sie früh in Rückstand. Dem 0:1 ging genau das voraus, was Trainer Dave Rich nicht mehr sehen wollte: Ein leichtsinniger Scheibenverlust in Vorwärtsbewegung. Florian Thomas nutzte das eiskalt aus und vollstreckte. Andreas Jenike war zwar noch dran, konnte den Puck aber nicht entscheidend abwehren: Die einzige Schwäche, die sich der Tölzer Schlussmann leistete.

Ab dem Führungstreffer tat der EC Peiting nur noch das Nötigste. Und obwohl die Löwen rackerten und weite Wege gingen, wurde Handlungsbedarf erst wieder im zweiten Drittel nötig. Da stand der Kasten von EC-Keeper Stefan Horneber mächtig unter Beschuss. In Tölzer Überzahl hielt er dann dem Dauerfeuer nicht mehr stand. Florian Strobl, der schon vorher einige Möglichkeiten hatte und später zum Spieler des Abends bestimmt wurde, traf zum verdienten Ausgleich.

Doch der Jubel währte nicht lang. Franz Mangold musste in die Kühlbox, Peitings Paradesturm kam aufs Eis. Milos Vavrusa spielte einen schönen Pass in den Rücken der Abwehr, der erreichte Lubor Dibelka und der Tscheche vollstreckte in Tölzer Unterzahl. Dabei war eher ihr Powerplay eine Schwachstelle der Löwen. Sie bekamen einige Situationen, in denen sie mit einem Mann mehr zum Ausgleich hätten kommen können. Doch da agierten sie oft zu umständlich, die Scheibe ging häufig verloren.

Doch sie versuchten es weiter. Josef Kottmair, der ein gutes Spiel machte, bekam zweimal die Chance aufs 2:2. Peiting beschränkte sich auf Konter, tauchte aber immer wieder gefährlich vor Jenikes Kasten auf. Er parierte Andreas Guggenmos’ Kracher aus kurzer Distanz nach einem Schnitzer von Andrew Eastman gerade noch. Das Spiel lebte nun von der Spannung, wogte hin und her. Die Löwen waren dem Ausgleich näher als die Gäste dem 3:1. Und ihre Mühen wurden belohnt: Kottmairs Kracher von der blauen Linie landete abgefälscht in den Peitinger Maschen.

Jetzt spielten die Gäste wieder mit, wollten sich die drei Punkte nicht noch nehmen lassen. Doch auch die Löwen hatten Blut geleckt, Christoph Fischhaber hatte den Siegtreffer auf dem Schläger. Statt Leichtsinns-Pässen und Scheibenverlusten sahen die 1736 Zuschauer ein flüssiges Tölzer Spiel mit gefälligen Kombinationen. Die Chancen häuften sich, doch es war wie verhext: Auch Dominik Walleitner und Florian Engel und erneut Kottmair brachten die Scheibe nicht über die Linie. Die Löwen zogen schöne Spielzüge aufs Peitinger Tor – aber nicht in den Kasten. Es ging in die Verlängerung. Zwar drängten die Peitinger auf eine schnelle Heimfahrt, doch die Entscheidung musste Im Penaltyschießen fallen. Dibelka verwandelte den entscheidenden Versuch. (Nick Scheder)

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