Ramadama mit dem Wunsch auf Langzeitwirkung

- Aktion "Sauberes Markt Schwaben" soll am 2./3. Mai anlaufen

VON JÖRG DOMKE Markt Schwaben - Mit einer groß angelegten und gleich zweitägigen Aktion am 2. und 3. Mai wollen die Markt Schwabener ihren Ort sauber bekommen. Hintergründig geht es bei dieser Sache aber darum, das "Ramadama" künftig auf feste Füße zu stellen, Gemeinschaftsgefühl zu stärken und an die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen in seinem Viertel zu appellieren.

Bei der ersten Vorstellung eines langfristigen Konzeptes unter dem Titel "Sauberes Markt Schwaben" am vergangenen Dienstag im Marktgemeinderat verwies Bürgermeister Bernhard Winter darauf, dass es in Markt Schwaben sicherlich problematische Bereiche gebe und nicht nur der Marktplatz dabei zu nennen sei. Auch entlang der klassischen Schulwege fielen beachtliche Mengen Zivilmüll ab.

Winter hat daher im Vorfeld auch die vier örtlichen Schulen angesprochen und von dort das Signal einer tatkräftigen Mithilfe für den ersten Aktionstag bekommen. "Praktischer Umweltunterricht im Freien", wie Schulleiter und Freien-Gemeinderat Bernd Romir betonte, um ja nicht in den Ruf zu kommen, den Schulkindern hier einen netten freien Unterrichtstag schenken zu wollen.

Für den Samstag, den zweiten Aktionstag, setzt die Verwaltung vor allem auf den Bauhof, auf zahlreiche Vereine und auf tatkräftige Bürger, die nicht nur über Müll im ihrem Ort reden können, sondern auch anpacken, wenn es nötig ist. Allen voran hat bereits die Kolpingfamilie, so Winter, ihre Bereitschaft zur aktiven Mithilfe angekündigt. Unterstützung erfährt die Gemeinde auch vom Entsorgungsunternehmen Hainz, das allen Helferinnen und Helfern Brotzeiten spendieren wird.

Mit der konzertierten Aufräumaktion am ersten Mai-Wochenende soll aber nicht Schluss sein. Hintergründig geht es Winter darum, das Bewusstsein der Mitbürger innerhalb ihres Viertels zu stärken und ein Gefühl von Verantwortlichkeit zu wecken. Als Vorbild nannte Bernhard Winter das, was die ehemalige Gemeinderätin Ulla Baumhof beispielsweise im Umfeld der Neusatzer Straße in Form von Straßenfesten mit wohltätigem Hintergrund seit vielen Jahren organisiere. Die Gemeinde möchte, das ist das erklärte Ziel, Leute finden, die dran bleiben und sich regelmäßig um ihr unmittelbares Umfeld kümmern. Dabei werde die Verwaltung diese Bürger nicht alleine lassen. Technisches Gerät würde der Bauhof von Fall zu Fall selbstverständlich zur Verfügung stellen. Eine erste Vorbesprechung wird es am Samstag, 22. März, geben.

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