Rattengift ausgelegt: Hündin fast gestorben

- VON STEFAN T. WEINZIERL Fürstenfeldbruck - Schäferhündin Gina ist das Ein und Alles ihres Herrchens Kurt Zech. Doch fast wäre dem 51-jährigen Frührentner sein Liebling genommen worden. Denn auf ihren Streifzügen durch den Garten stieß Gina auf schmackhaft aussehende blaue Kapseln, die sie wohl für Hundedrops hielt. Ein Happen, dem Gina nicht widerstehen konnte. Doch der kleine Zwischenimbiss wurde für die zwölfjährige Hündin beinahe zur Henkersmahlzeit. Denn die blauen Leckerlis waren hochgiftige Rattengiftkapseln.<BR>

<P>"Gina benahm sich auf einmal sehr seltsam", sagt Zech. "Sie wollte zu ungewöhnlichen Zeiten raus, trank Unmengen Wasser und wurde immer schwächer." Ginas Besitzer war natürlich besorgt, wusste aber nicht, was er davon halten sollte, bis er im Garten grün-leuchtende Kothaufen entdeckte. Und einige blaue Drops fand. Eine Tierärztin stellte dann die schreckliche Diagnose: Rattengift gefressen. Zech brachte Gina auf dem schnellsten Weg in eine Tierklinik. "Ich dachte schon, sie stirbt mir auf dem Weg dorthin einfach weg."<P>"Sie hing apathisch am Tropf. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben." Kurt Zech <P>Noch heute zittern seine Hände, wenn er an diese schrecklichen Stunden denkt. "Wenn sie gestorben wäre, ich weiß nicht, was ich dann getan hätte."<P>Vier lange Tage musste Gina in der Klinik behandelt werden. "Sie hing apathisch am Tropf. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben." Doch Gina schaffte es: Sie überlebte. Zech ist sich sicher: "Das hat sie nur ihrem unbedingten Überlebenswillen und ihrer guten Konstitution zu verdanken." Noch habe sie zwar ihre alte Vitalität nicht wiedererlangt, aber "sie stand mit drei Pfoten im Grab und ist dem Tod doch noch mal entronnen." Gina muss noch über Monate mit Medikamenten behandelt werden. Und das ist teuer: "Gut 700 Euro hat mich der Giftanschlag bis jetzt gekostet", sagt Zech, der als Frührentner mit 1000 Euro auskommen muss.<P>Der 51-Jährige hat Anzeige erstattet und den Tierschutz alarmiert. "Denn ich habe erfahren, dass in unserer Gegend schon einmal ein Hund vergiftet wurde."<P>Die Rattengiftkapseln, mit denen Gina vergiftet wurde, sind übrigens in jedem Gartencenter problemlos zu erwerben. Zech ist schockiert: "Die Dinger sehen aus wie Ostereier. Wenn ein Kind statt Gina sie gefunden hätte - nicht auszudenken."<P></P>

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