1. Startseite
  2. Lokales
  3. Regionen

Renate Schmidt verteidigt den rot-grünen Reformkurs

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

- VON FLORIAN GÖTTLER Dachau - Eine glänzend aufgelegte Renate Schmidt haben gestern die Gäste beim Neujahrsempfang der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Dachauer Schloss erlebt. Gut gelaunt schüttelte die Bundesfamilienministerin (SPD) allerlei Hände, begrüßte alte Bekannte und hatte für jedermann ein freundliches Wort parat. In ihrer Rede schlug die Ministerin dann allerdings auch ernstere Töne an.

Leidenschaftlich verteidigte Schmidt die Reformen der Bundesregierung, wie etwa Hartz IV: "Wir müssen uns fragen: Ist das gerecht, wie wir unseren Sozialstaat umbauen? Ich meine ja." Über Jahrzehnte habe man auf allen politischen Ebenen über die Verhältnisse gelebt. Jetzt müsse man sparen, "wenn man Zukunftsvorsorge betreiben will."

"Kinder sind auch Freude und Zukunftsperspektive"

Außerdem sei es angesichts der sinkenden Zahl von Beitragszahlern gerecht, "wenn die Renten langsamer steigen". Die Altersarmut in Deutschland habe man nahezu beseitigt, jetzt gelte es Kinder- und Familienarmut zu bekämpfen. Diesbezüglich verwies die Ministerin auf das geflügelte Wort, Kinder seien ein Armutsrisiko. "Aber Kinder sind auch Freude und Zukunftsperspektive." Dies müsse stärker betont werden, so die Mutter von drei Kindern und vierfache Großmutter. Angesichts dieses Familienglücks "werfe ich alle Träume von einem Ferienhaus auf Lanzarote weg", bekannte Schmidt mit freudestrahlenden Augen.

Hoch erfreut zeigte sich die Ministerin kurz darauf auch über ein Geschenk des Dachauer Vereins Frauenhaus/Frauenhilfe: Zwei Gymnastikbänder, eines rot, das andere grün. In Anspielung auf die Machtverhältnisse innerhalb der Regierungskoalition stellte die Sozialdemokratin zufrieden fest: "Das Rote ist ein bisschen länger."

Auch interessant

Kommentare