Riesenparty in der Sandgrube

- VON MANFRED SAILER Höfa - Das Reggae-Festival Riding-Higher in der Sandgrube Höfa hat am Wochenende rund 1200 Reggaefans ins Glonntal gelockt. Auch das Wetter spielte mit. Erst am Sonntagmorgen fing es zu tröpfeln an. Für gute Stimmung sorgten bekannte Bands wie die I-Shen Rockers und Rainer von Vielen. Es waren aber auch regionale Bands wie Bunyip vertreten.<BR>

<P>Vor vier Monaten haben die Organisatoren Stephan Batteiger und Bernd Groß mit den Vorbereitungen für das Festival im Wald begonnen - in Zusammenarbeit mit der Gemeinde.<P>Vier Wochen lang haben sie dann gemeinsam mit Helfern die Sandgrube in eine Party-Location verwandelt. Es gab unter anderem eine Bar, einen selbst gebauten Lehmofen, eine liebevoll gestaltete, mit Batiktüchern geschmückte Chill-out-Area zum Ausruhen, sowie natürlich Bühnen für Bands und DJs. Zu kaufen gab es beim Festival unter anderem selbst gebastelten Schmuck und Batiktücher sowie CDs und Taschen.<P>Am Weg durch das Wäldchen gab es Tanz- und Musikworkshops. Auch Capoeira stand auf dem Programm. Capoeira, das ist ein Tanz, der von Sklaven in Brasilien erfunden wurde, denen es verboten war, Kampfsportarten zu erlernen oder auszuüben. Deshalb entwickelten sie eine Tanzform, die Kampfsport-Elemente enthält. <P>Auch viele Odelzhausener, deren Jugend schon ein wenig zurücklag, machten einen Abstecher auf das Festival und genossen die Musik. <P>Nach 2001 und 2003 fand das Benefizfestival zu Gunsten des Vereins Freiraum bereits zum dritten Mal statt. Der Verein betreibt Jugendarbeit in Dachau und im Landkreis, unterstützt Nachwuchsmusiker und setzt sich für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in Dachau ein. Die Einnahmen des Festivals sollen in das Jugendzentrum fließen.<P>Unterstützt wurden die Veranstalter von Landkreis-Betrieben, allen voran vom Odelzhausener Gemeinderat Xaver Willibald, hauptberuflich Wirt, der das ganze Wochenende lang sein Know-How und seine Logistik kostenlos zur Verfügung stellte. "Die Leute waren alle super drauf und friedlich", freute sich Veranstalter Stephan Batteiger. <P>Für Minderjährige galt beim Konzert die Regelung, dass sie tagsüber auf das Gelände durften, aber ihren Ausweis abgeben mussten. Wer nicht bis 22 Uhr das Gelände verlassen hatte, wurde höflich darum gebeten. <P>

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