Kaum noch eine S-Bahn fährt in München - Das sind die Ausweichmöglichkeiten

Kaum noch eine S-Bahn fährt in München - Das sind die Ausweichmöglichkeiten

Russe auf Urlaub gewinnt den traditionellen Seelauf

- Karlsfeld (red) - Als die Veranstalter des 28. Karlsfelder Seelaufs (wir berichteten kurz) am Sonntag ihre Anmeldeschalter schließen wollten, kam ein junger Mann in die Sporthalle und bat in gebrochenem Deutsch, ihn starten zu lassen. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass es sich hier um den späteren Sieger eines spannenden Rennens handeln würde, hatte ihn doch niemand jemals zuvor gesehen. Es handelte sich um Jewgenij Wassieliew, einen 23-jährigen Urlauber aus St. Petersburg, der derzeit einen Freund in München besucht.<BR>

<P>Der Urlauber ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass er ein ernst zu nehmender Kandidat für den Sieg des Halbmarathons ist. Gemeinsam mit dem besten Landkreis-Läufer, Klauspeter Möhrlen (LG Donau Ilm), dem Germeringer Michael Umlauf und dem Sieger des Karlsfelder Läufercups, dem Stadtbergener Roland Dietrich, lag er von Beginn an vor dem Rest des Feldes. Nach zwölf Kilometern musste zunächst Dietrich die Konkurrenten ziehen lassen, nach weiteren fünf Kilometern fielen Möhrlen und Umlauf zurück. Die Entscheidung über den zweiten Platz fiel erst zwei Kilometer vor dem Ziel, als es Umlauf gelang, sich von Möhrlen zu lösen. Die ersten vier Plätze waren vergeben, im Ziel lag der Viertplatzierte Dietrich gerade 36 Sekunden hinter dem Sieger Wassieliew ( Siegerzeit 1:13:16 Stunden).<P>Auch das Frauen-Rennen war überraschend spannend: Katharina Karl (LG Domspitzmilch Regensburg) lag mit ihrer Zeit von 1:29:34 Stunden am Ende genau eine Minute vor der Zweitplatzierten Wittenerin Janine Härtel und weitere elf Sekunden vor Dr. Julia Masur (MRRC München).<P>Während über die Halbmarathon-Strecke heuer nur 428 Teilnehmer am Start waren - im Vorjahr kamen über 600 ins Ziel - gab es über die Zehn-Kilometer-Strecke ein so starkes Feld wie seit Jahren nicht mehr: 265 Läuferinnen und Läufer nahmen die drei Seerunden in Angriff. Der Vorjahressieger Sebastian Hungerhuber (PTSV Rosenheim) musste diesmal einem anderem den Vortritt lassen: Raphael Kiess (LG Domspitzmilch Regensburg) gewann nach 32:55 Minuten überlegen vor dem Titelverteidiger (33:58). Witzigerweise hatte sich auch der Zehn-Kilometer-Sieger erst ganz zum Schluss angemeldet. Hungerhuber hob nach dem Rennen die perfekte Seelauf-Organisation hervor. Dies sei für ihn der Hauptgrund, warum er Jahr für Jahr gerne nach Karlsfeld komme.<P>Bei den zehn Kilometern waren die Karlsfelder Lauf-Trainer Claus Fiebig und Peter Fritsch begeistert von der Leistung ihres 19-jährigen Neuzugangs Paul Zebhauser. Der LG-Läufer landete in seinem ersten ernsthaften Rennen gleich auf dem fünften Platz. Ganz nebenbei wurde er damit bester Landkreis-Läufer und stellte mit 36:01 Minuten einen neuen Vereinsrekord für A-Jugendliche auf. Zebhauser hat erst vor wenigen Wochen mit dem Tempotraining begonnen und überzeugte durch seinen lockeren Laufstil. Bei den Frauen war die Siegerzeit eher mäßig. Cordula Menjon (LG München) reichten 43:41 Minuten, um am Ende vor Johanna Loose (44:10) zu landen. Auf den dritten Platz lief die erst zwölfjährige Johanna Schlachta in 45:39 Minuten.<P>Beim Hobbylauf über fünf Kilometer, der seit vielen Jahren zum festen Programm des Seelaufs gehört, zeigten die Jugendlichen der "alten Garde" regelrecht die Fersen: Der 15 Jahre alte Torben Prohl (TuS Bad Aibling) gewann überlegen nach 17:44 Minuten die Männner-Wertung, die um ein Jahr jüngere Katrin Seeger (TSV Höchstadt) siegte nach 19:59 Minuten bei den Frauen.<P>Beim Lauf über 0,999 Kilometer waren 63 Kinder der Jahrgänge 1994 bis 1999 am Start. Sieger wurden der Münchner Andreas Gerich und Julie-Celine Optenhövel aus Hebertshausen.<P>

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