Empfängt seine Ex-Spieler aus Pöcking als Trainer des SC Unterpfaffenhofen: Franco Simon.
+
Empfängt seine Ex-Spieler aus Pöcking als Trainer des SC Unterpfaffenhofen: Franco Simon.

SC Pöcking will Sieg Ex-Coach

SC Pöcking-Possenhofen: Sympathie-Pause für 90 Minuten

  • VonRedaktion Starnberg
    schließen

Der SC Pöcking-Possenhofen will gegen Ex-Trainer Franco Simon den zweiten Sieg in Folge.

Pöcking – „Die Stimmung ist gut, aber meine Stimme ist weg“, ließ Tobias Luppart, Co-Trainer des Bezirksligisten SC Pöcking-Possenhofen, unmittelbar nach dem emotionalen 2:1-Sieg in letzter Sekunde gegen den SV Aubing am Sonntag krächzend wissen. Inzwischen hat der 34-Jährige seine Stimme wiedergefunden und die gute Laune ebenfalls beibehalten. Neben den drei Punkten sorgen auch die Urlaubsrückkehrer für ein Stimmungshoch.

Bereits am Sonntag rückten Robin Kergl, Clemens Link, Tim Freiwald und Lukas Wannenwetsch wieder ins Team, im Auswärtsspiel beim SC Unterpfaffenhofen-Germering am Samstag (17.30 Uhr) sind auch Florian Flath und Kapitän Max Hartmann wieder an Bord. Luppart: „Nur auf den Außenverteidigerpositionen haben wir ein paar Probleme, aber das können wir kompensieren.“

Zumindest die leise Sorge hat er, dass die Mannschaft das Spiel nun zu sehr auf die leichte Schulter nehmen könnte – denn Gastgeber SC Unterpfaffenhofen hat die vergangenen vier Partien verloren und musste zuletzt zwei herbe Klatschen hinnehmen (1:7 bei der SpVgg Haidhausen, 1:6 beim SV Raisting). Doch zum einen wäre das nach dem erst zweiten Saisonsieg etwas verfrüht, zum anderen dürfte auch der Name des SCU-Trainers für eine Zusatz-Motivation sorgen. Franco Simon war zuvor drei Jahre lang für die Pöckinger Erste verantwortlich und erreichte mit dieser sowohl den Bezirksliga-Aufstieg als auch den anschließenden Klassenerhalt. „Gegen ihren Ex-Trainer braucht man eigentlich niemanden extra motivieren. Da wollen die Jungs auf jeden Fall zeigen, was sie können“, vermutet Luppart.

Simon: „Hatte in Pöcking eine sehr schöne Zeit“

Simon hat sich im Sommer zwar als Trainer der Pöckinger Bezirksliga-Mannschaft verabschiedet, ist aber weiter regelmäßig dort anzutreffen, sei es mit seiner Fußballschule oder als Zuschauer bei den Heimspielen des SCPP. „Ich hatte in Pöcking eine sehr schöne Zeit und freue mich in jedem anderen Spiel, wenn sie punkten. Aber 90 Minuten lang haben die Sympathien Pause“, sagt der Ex-Coach vor dem ersten Aufeinandertreffen mit seinen ehemaligen Schützlingen. Er hätte sich ein Wiedersehen freilich unter etwas anderen Voraussetzungen gewünscht. Denn der SCU hat mit enormen Verletzungsproblemen zu kämpfen. „Ich bin jetzt in meinem 28. Jahr als Trainer, aber so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagt Simon, der am Freitag 44 Jahre alt wurde. Die vielen Ausfälle seien derzeit kaum zu kompensieren, zumal sich der Kader ohnehin im Umbruch befinde. „In der Breite ist Pöcking definitiv besser aufgestellt“, so Simon. Dennoch versuche die Mannschaft das Beste aus der Situation zu machen und habe etwa bei der Niederlage in Raisting auch in der Anfangsphase sehr gut mitgehalten.

Dass er nun auf ein Team trifft, dass er in- und auswendig kennt, sieht Simon nicht als entscheidenden Pluspunkt an. „Es ist mit Sicherheit kein Nachteil, aber wir haben mit uns genug zu tun.“ Ähnlich sieht es Luppart: „Er wird bestimmt einen Plan haben – aber den haben wir auch.“ Damit der zweite Sieg in Folge gelingt, müssten die Pöckinger gegen einen Gegner, der sich wohl mit aller Macht gegen seinen Negativlauf wehren wird, weiterhin ihre „Grundtugenden“ auf den Platz bringen, fordert Luppart. Damit die Stimmung auch in der spielfreien Woche gut bleibt.  (te)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare